8. Tag: von Leipzig nach Mariental
 |
|
|
 |
©
Oliver Klempert |
|
Elektroautos sollten immer mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen gefahren werden
– erst dann werden sie richtig umweltfreundlich. Die beiden CityEl parken vor Windkraftanlagen in der Nähe von Magdeburg. |
|
|
Nun endlich wissen wir, zu welcher Klasse Elektromobile zählen: zur G-Klasse. Nein, nicht weil Mercedes die auch hätte. Sondern weil wir gestern auf dem Weg zum Campingplatz hörten, was ein Vater seinem Kind antwortete, als dies frage, was wir denn da führen:
»Das ist die Gurken-Klasse.« Nur gut, dass wir so viel Spaß verstehen. G-Klasse geht aber trotzdem durch
– als »Glücksritter-Klasse«. Gleich zweimal werden wir an diesem Tag nämlich an Tankstellen außerplanmäßig nach Strom fragen
– und zweimal werden wir Glück haben. Zudem überschreiten wir heute die für uns magische 1.000-Kilometer-Marke und fühlen uns, als wäre Sylvester.
Auch ansonsten klappt heute alles gut – wir kommen zügig voran und die Schwierigkeiten der ersten Tage scheinen im Griff. Haben wir die vergangenen zwei Tage nach der Pause in Erlangen unser jeweiliges Pensum geschafft
– gestern waren es immerhin 170 Kilometer bis nach Leipzig – so steht heute ebenso viel auf dem Programm. Zwar sehen wir von Leipzig selbst nichts, weil wir die Stadt westlich umfahren, dafür aber ist die Landschaft ausgesprochen schön. Manfred Elwing ist auch wieder dabei. Er trudelte gestern abend gegen 22 Uhr ein. Sein Getriebe sei nun leiser als je zuvor, schwärmt er.
| |
 |
| |
|
 |
© Oliver
Klempert |
| Oliver Klempert und Manfred Elwing im
Twike. |
|
Elwing springt in die Lücke, die Christopher Klump und seine Freundin hinterlassen: Sie fuhren gestern von Gera ohne Umschweife zurück Richtung Münster. Grund: Sie wollen nach diesem Trip noch in die Toskana, und da gebe es allerhand vorzubereiten
– übrigens ohne Twike. Allerdings ist geplant, dass wir uns in Münster noch einmal kurz wiedersehen.
Auch Dietrich Gärtner verlässt uns heute einen Tag früher als geplant. Er muss in Magdeburg oder Umgebung einen Citroen-Händler finden: In seinem Wagen leuchtet ein Batteriewarnlicht und signalisiert, dass sich der Flüssigkeitspegel in den Nickel-Cadmium-Akkus außerhalb der Toleranzwerte befindet. Gärtner, der den Wagen erst vor gut zwei Wochen aus Hamburg abgeholt hatte, ist deshalb verärgert, will es aber nicht darauf ankommen lassen, weiterzufahren: Im Handbuch zu seinem Wagen steht ausdrücklich, eine Werkstatt aufzusuchen, wenn eben dieses Licht brennt.
Die schockierende Nachricht schließlich am Nachmittag: Auch Manfred Elwing muss aus privaten Gründen die Tour abbrechen. Nun sind nur noch die beiden
CityEl, der CityStromer und der Skoda Favorit unterwegs. Knapp 700 der insgesamt 1.800 Kilometer langen Tour liegen noch vor uns.
zurück | Vorschau |
zurück | Tag 1 |
zurück | Tag 2 |
zurück | Tag 3 |
zurück | Tag 4 |
zurück | Tag 5 |
zurück | Tag 6 |
zurück | Tag 7 |
|
Tag 9 | weiter
|
Tag 10 | weiter
|
Tag 11
| weiter
|
|