Solarworld
Die International Trade Commission der USA sieht hinreichend Anhaltspunkte dafür, dass chinesische Photovoltaikfirmen der US-Konkurrenz mit Dumpingpreisen Schaden zufügen, wie es die Amerika-Tochter der deutschen Solarworld AG behauptet. Im nächsten Schritt drohen Strafzölle gegen chinesische Ware – doch längst nicht jeder in den USA wäre damit einverstanden.
Solarindustrie
Die alljährliche PHOTON-Umfrage zeigt: Die Zeiten großer Margen und kräftiger Wachstumsraten sind für die deutsche Solarindustrie vorbei. Mit der Solon SE hat die Konsolidierung ein Opfer gefordert, andere stehen auf der Kippe. Für 2012 erwarten die meisten deutschen Hersteller bestenfalls Stagnation. Lediglich Dünnschichtproduzenten wollen noch nennenswert ausbauen. Handel und Handwerk sehen dagegen weiter gute Geschäfte.
Kopieren erwünscht
Wenn die Kosten der Photovoltaik konkurrenzfähig zu den Kosten für Kohlestrom werden sollen, müssen neben Modulen und Wechselrichtern auch die Montagesysteme preiswerter werden. Dabei geht es nicht nur um Materialeinsparung, sondern auch um eine effizientere Installation. Im Rahmen der von PHOTON für unsere Leser errichteten Anlagen haben wir deshalb 2011 begonnen, ein optimiertes Montagesystem für Freiflächen zu entwickeln. Die Pläne verschenken wir.
Chile und Peru
Peru und Chile haben mit die höchste Sonneneinstrahlung der Welt – und trotzdem noch kaum Photovoltaikanlagen. Das könnte sich aber ändern, denn bei der Energieversorgung des Bergbaus in Regionen wie der Atacama-Wüste kann Solarstrom direkt mit fossilen Energien konkurrieren. Die Meinungen darüber, ob der Wettbewerb erst in naher Zukunft oder jetzt sofort beginnt, gehen allerdings auseinander.
Neu im EEG
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bringt im neuen Jahr viel Abwechslung in das Leben von Solarstromerzeugern, Installateuren und Netzbetreibern. Bei manchen Änderungen ist nicht klar, wie sie in der Praxis umzusetzen sind. Auch die Niederspannungsrichtlinie hat künftig erhebliche Auswirkungen auf Photovoltaikanlagen. Die Tatsache, dass sich mit Solarstrom gutes Geld verdienen lässt, bleibt hingegen bestehen – vorerst.
Siliziumköttel
Der Begriff »Siliziumköttel« trifft nur allzu gut: Die italienische Firma Garbo Srl sammelt bei Waferherstellern gebrauchte Sägesuspension (»Slurry«) ein und extrahiert daraus Siliziumstaub, sozusagen das Sägemehl, das beim Zerteilen der Siliziumblöcke entsteht. Zu Pellets gepresst, lassen die sich als Zugabe zu den Siliziumbrocken aus Siemensreaktoren verwenden. Damit wird die Ausbeute deutlich verbessert.
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