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Libyen erhält eigenes Testzentrum für Photovoltaik
22.09.2006: Das Zentrum für Solar-energieforschung (Center for Solar Energy Studies, CSES) in Tripolis, Libyen, baut derzeit ein Testlabor für Solartechnik auf.
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© Hans Günther Oed für Solar Verlag GmbH |
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Tipps vom TÜV: Die Mitarbeiter des TÜV Rheinland – hier ein Modultest im Kölner Labor – geben ihre Erfahrungen an das neue Testlabor in Libyen weiter.
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Ende des Jahres, so CSES-Direktor Ibrahim Hasairi, werde man mit den Tests von Solarmodulen beginnen. Weitere Dienstleistungen beinhalten Zell- und Modulcharakterisierungen im Sonnensimulator sowie Freilandmessungen von Modulen und Systemen.
Hasairi, der Aufträge aus aller Welt akquirieren will, betont die Vorzüge des Standorts in Tajura, etwa 30 Kilometer von Tripolis: Mit klimatischen Bedingungen, die Wind, Sandstürme und Temperaturen bis 45 Grad umfassen, sei Tajura »der ideale Platz« um Solarmodule zu testen. CSES setzt dabei auf deutsches Know-how und hat die Münchener Bavaria Engineering GmbH mit der Ausgestaltung des Labors beauftragt. Mit im Boot sind auch der TÜV Rheinland sowie die Gelsenkirchener Zweigstelle des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE).
Das neue CSES-Labor könnte der Auftakt für weit größere Photovoltaikaktivitäten in dem Land werden, darunter auch Zell- und Modulproduktionen. Libyen hat bei erneuerbaren Energien auf Grund der erst 2003 beendeten UN-Sanktionen noch einen enormen Aufholbedarf. Die 5,6 Millionen Einwohner haben Zugang zu großen Ölvorkommen, die zu Benzinpreisen von weniger als zehn Eurocent je Liter führen. Photovoltaik spielt in dem Land mit Ausnahme einiger netzfernen Systeme praktisch keine Rolle. Und so dürfte die Regierung, die auch das CSES finanziert, vor allem am Aufbau einer eigenen Photovoltaik-industrie interessiert sein als an der Nutzung der Sonnenenergie zur Stromproduktion.
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Bernhard Brand
© PHOTON, 2006 Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Solar Verlags |
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