 S.A.G. will die Aktien von
»One World – One Energy« übernehmen
10.12.2003: Die S.A.G. Solarstrom AG bietet den Aktionären der One World
– One Energy AG ein Übernahmeangebot in Form eines Aktientausches an.
Wie die S.A.G. Ende November erklärte, kommt die Übernahme zu Stande, wenn bis zum 8. Januar 2004 mehr als 75 Prozent der Aktien getauscht werden. Das Tauschverhältnis soll dabei 136 One World-Aktien zu 49 S.A.G.-Aktien betragen.
»Auf Grund einer Meinungsumfrage bei den One World-Aktionären gehen wir davon aus, dass die überwältigende Mehrheit das Angebot annehmen
wird«, meint S.A.G.-Vorstand Benedikt Ortmann.
Damit endet das Kapitel der One World – One Energy AG voraussichtlich im Januar 2004. Das Unternehmen wurde von der S.A.G. zusammen mit der kalifornische Power Light Corporation im April 2002 in Freiburg gegründet. Es sollte in Großprojekte in sonnenreichen Ländern wie Kalifornien oder Marokko investieren und die hohe Rendite nutzen, um weniger ertragreiche Solarstromanlagen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zu finanzieren, so der Plan. Bei einer Kapitalerhöhung im August 2002 wurden jedoch nur zehn Prozent der geplanten 16,1 Millionen Aktien gezeichnet. Dies reichte nicht aus, um eine Anlagenrendite von acht Prozent zu garantieren, wie damals noch York Ditfurth, Sprecher der S.A.G., prognostizierte. Die Aktionäre der One World
– One Energy AG, die zum großen Teil auch Aktien der S.A.G. halten, verlieren durch den Aktientausch rund 25 Prozent ihres Kapitals. Der Verlust ist allerdings nur dann so gering, wenn man den Ausgabepreis der One World-Aktie von 1,25 Euro und den offiziellen Tauschkurs von 2,59 Euro pro S.A.G.-Aktie ansetzt. Tatsächlich hat die S.A.G.-Aktie gegenwärtig jedoch einen Börsenwert von rund 2 Euro. Wollten Aktionäre Ihre getauschten S.A.G.-Aktien also gleich verkaufen, verlören sie knapp die Hälfte ihres Einsatzes.
Eine attraktive Alternative zu dem Angebot haben die Aktionäre jedoch nicht. Denn bei einer Liquidation würden sie vermutlich auf Grund der Verfahrenskosten noch mehr Kapital verlieren. Außerdem ist ungewiss, wann und zu welchen Bedingungen sie Geld zurückerhalten. Der einzige Trost: Durch den Aktientausch bleibt das Kapital weiterhin in der Solarwirtschaft.
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