
EU fördert die Promotion erneuerbarer Energien
10.12.2003: Mit einiger Verzögerung hat die europäische Union den Start des Förderprogramms
»Intelligente Energie – Europa« (EIE) beschlossen, welches bis 2006 laufen soll. Der erste Aufruf, Projektvorschläge aus dem nichttechnischen Bereich einzureichen, bezieht sich unter anderem auf die dezentrale Stromerzeugung durch erneuerbare Energien. Abgabeschluss ist der 31. März 2004.
Das EIE-Programm ist in vier große Bereiche eingeteilt. Mit
»SAVE« möchte man die rationelle Verwendung von Energie im Gebäude- und Industriebereich fördern, weitere Ziele lassen sich unter dem Schlagwort
»Energieeffizienz« zusammenfassen. »ALTENER« soll die Integration erneuerbarer Energiequellen
»vor Ort« ankurbeln, hier sind sowohl die Strom- als auch die Wärmeerzeugung gemeint.
»STEER« bezieht sich auf den Transportsektor (etwa Treibstoffe aus erneuerbaren Energieträgern). Und mit
»COOPENER« soll unter anderem die Verbreitung erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern unterstützt werden.
Im Gegensatz zum 6. Forschungsrahmenprogramm stehen beim EIE allerdings keine Forschung oder Investitionen in neue Technologien im Blickpunkt, sondern deren Vermarktung. Dazu gehören Netzwerkarbeit, Marktstudien, Entwicklung von Standards, die Förderung freiwilliger Verpflichtungen der Industrie, Vor-Ort-Koordination von Umweltprojekten sowie die Entwicklung von Finanzprodukten für Investitionen. Gefördert werden auch Projekte aus dem Ausbildungs- und Informationsbereich. Das Gesamtbudget für 2003 wird rund 49 Millionen Euro betragen. Teilnehmen können Unternehmen und Energieagenturen aus den EU-Staaten sowie den Beitrittskandidaten, für einige Bereiche sind internationale Kooperationen vorgeschrieben. Maximal werden 50 Prozent der Projektkosten übernommen.
Einen Infotag für Deutschland führen die nationale Kontaktstelle Energie des Projektträgers Jülich (PTJ) und das Berliner Euro Info Centre (ERIC) mit Unterstützung durch die zuständige EU-Generaldirektion Energie und Transport am 13. Januar 2004 in Berlin durch. Anmeldeschluss ist der 7. Januar 2004, Agenda und Anmeldeformulare lassen sich auf der Homepage des PTJ abrufen.
Kontakt
Projektträger Jülich
Nationale Kontaktstelle Energie
Degenhard Peisker
Forschungszentrum Jülich
52425 Jülich
Tel. 024 61 / 61-32 66
d.peisker@fz-juelich.de
www.fz-juelich.de/ptj/nks-energie
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