SolarWorld weiht Modulproduktion ein

07.11.2003: Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat am 7. November im sächsischen Freiberg die Solarmodulproduktion der Solar Factory GmbH eingeweiht, einer hundertprozentigen Tochter der Bonner SolarWorld AG. 

 

© photon-pictures.com

Die Modulproduktion in Freiberg gehört zu den modernsten der Welt: Vollautomatisch werden hier mono- und polykristalline Zellen verarbeitet. Im Hintergrund sind zwei Laminatoren zu sehen. 

 

Die Fertigungslinie ist eine der modernsten ihrer Art: Vollautomatisch werden hier Module aus mono- und polykristallinen Zellen produziert, welche zur Hälfte für den deutschen Markt bestimmt sind und zur Hälfte für den Export. Nach Angaben des Geschäftsführers der Solar Factory, Peter Woditsch, will man zunächst nur Zellen der Schwestergesellschaft Deutsche Cell verarbeiten, welche auf dem gleichen Grundstück hergestellt werden. Woditsch betonte allerdings, dass beide Unternehmen unabhängig voneinander produzierten.

Die elf Millionen Euro teure Fabrik wurde von der Europäischen Union zu 35 Prozent gefördert. Die Produktion erfolgt im Drei-Schicht-Betrieb, wobei pro Schicht zwölf Mitarbeiter zum Be- und Entladen, zur Endreinigung und Verpackung sowie zur Fehlerbeseitigung nötig sind. Die Linie verfügt über eine Kapazität von rund 30 Megawatt im Jahr, das entspricht einem Weltmarktanteil von knapp vier Prozent. Laut dem Vorstandssprecher der SolarWorld AG, Frank Asbeck, werde man damit in Deutschland einen Spitzenplatz einnehmen, könne in einer »Liga Sharp« allerdings noch nicht mitspielen. Asbeck stellte eine Verdopplung der Kapazitäten am Standort Freiberg in Aussicht. Grundlage sei allerdings ein »verlässliches politisches Fundament«. Ziel des Konzerns sei, in 2006 insgesamt 100 Megawatt an Modulen im Jahr zu produzieren. 

 

Jens Nickel
© PHOTON, 2003
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Solar Verlags

zurück