
100-Megawatt-Modulfabrik in Japan eröffnet
Der japanische Modulhersteller MSK Corporation hat am
2. September in Nagano (Japan) die weltweit größte Modulfabrik eröffnet. Kapazität: 100 Megawatt.
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MSK Corporation |
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Weltrekord: MSK hat im September eine 100-Megawatt-Modulfabrik eröffnet und überholt damit RWE Schott Solar sowie Isofoton mit ihren 60-Megawatt-Fabriken. |
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In drei Schichten sollen hier 200 Mitarbeiter poly- und monokristalline Solarmodule mit Nennleistungen zwischen 80 und 180 Watt herstellen sowie das neue amorphe Solarmodul
»PV-TV«. Die Nachfrage nach diesem semitransparenten Modul, das als Schattenspender, Fenster oder Bildschirm verwendet werden kann, sei sehr groß, erklärt James Plastow, der bei MSK für den internationalen Vertrieb zuständig ist. Seit Produktionsbeginn im März stellte MSK bereits 115 Kilowatt des 38-Watt-Moduls her.
Da die Kapazität der bisherigen 60-Megawatt-Fabrik ausgeschöpft war, entschied man sich für den Neubau, der mit einer Gesamtfläche von 4.000 Quadratmetern mehr als doppelt so groß ist wie die bisherige Produktionsstätte. Die Zahl der Mitarbeiter wurde ebenfalls mehr als verdoppelt. In der alten Fabrik waren nur 90 Personen beschäftigt. Das bisherige Gebäude am selben Standort soll fortan als Lager dienen.
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| Semitransparente Fassadenanlage: Im Mai wurde im japanischen Osaka eine der ersten Anlagen mit dem neuen amorphen Solarmodul
»PV-TV« eingeweiht. Die 2,1-Kilowatt-Anlage wird von dem Architekturbüro Taiyo Industries betrieben. |
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Statt zwei Produktionslinien gibt es nunmehr derer drei, auch den Gerätepark erweiterte man. Zu den Neuanschaffungen zählt beispielsweise eine Lötmaschine, die Lötbändchen auf 200 Mikrometer dünne Solarzellen auftragen kann. Die bisher verwendeten Solarzellen sind laut MSK rund 300 Mikrometer dick. Nach Angaben von Plastow gehe der Trend bei den Solarzellenherstellern aber zu dünneren Zellen. Da das neue Gerät zudem schneller arbeitet, kann MSK jetzt jeden Monat 45.000 Solarmodule produzieren.
Die Kosten für die neue Fabrik in Höhe von acht Millionen Euro wurden durch Bankkredite gedeckt. Fördermittel erhielt das Unternehmen nicht. In diesem Jahr soll der Umsatz 160 Millionen Euro betragen, im letzten Jahr waren es 58,4 Millionen. MSK wurde 1984 gegründet und fertigt ausschließlich Solarmodule. Die Herstellung von Solarzellen und Wafern ist nicht geplant. Neben Modulen für die Aufdachmontage hat MSK auch Solardachziegel und Indach-Module im Programm. Ihr Anteil am Umsatz machte 2002 rund zehn Prozent aus.
Die Wirkungsgrade der monokristallinen Module betragen rund 14, die polykristallinen bringen rund 12,5 Prozent. Sie verfügen über die Zertifikate IEC 61215 und Schutzklasse II. Somit lassen sie sich auch in Deutschland gut verkaufen. Anders als in Italien, Hong Kong und Australien hat MSK hier zu Lande jedoch noch keinen Vertriebspartner gefunden. Laut Plastow laufen derzeit Verhandlungen, die im nächsten Jahr abgeschlossen sein sollen.
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