
Hauptversammlung bei Solon:
Ein großer Aktionär und viele kleine
Die fünfte ordentliche Hauptversammlung der Berliner Solon AG für Solartechnik verlief am 26. August ohne besondere Überraschungen
– was für sich genommen schon wieder bemerkenswert ist, denn in den letzten Jahren hatte es angesichts unerfreulicher bis deprimierender Bilanzen stets Konfliktstoff gegeben.
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Solon AG für Solartechnik |
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Solon konsolidiert: Die Rationalisierung der Produktion, Personalkürzungen und die gute Marktentwicklung der letzten Monate geben dem Berliner Modulproduzenten Auftrieb. |
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Diesmal aber »macht das Ganze einen sehr viel besseren
Eindruck«, wie Michael Kunert von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) befand. Deshalb werde er auch
»zum ersten Mal seit einigen Jahren« der Entlastung des Vorstands zustimmen. Diese erfolgte denn auch ohne Gegenstimmen.
Die Versammlung stimmte allen weiteren Vorlagen von Aufsichtsrat und Vorstand ebenfalls zu. Dies war indes auch nicht anders zu erwarten: Knapp 58 Prozent des Grundkapitals oder 2,07 Millionen Stimmrechte waren in Berlin versammelt
– und der Aufsichtsrat hält direkt oder indirekt davon allein schon 1,7 Millionen. Das Gros dieses Anteil liegt beim Aufsichtsratsvorsitzenden Immo Ströher, der schon immer einen erheblichen Anteil an Solon gehalten und das Unternehmen damit zu einem Gutteil finanziert hatte
– was er selbst »nicht nur rein kaufmännisch, sondern auch ideell« begründet. Sein Anteil stieg in letzter Zeit, weil die von ihm gegründete Holding Mithril GmbH in Mainz weitere Solon-Aktien erworben hatte. Anfang August gab Mithril die laut Aktiengesetz vorgeschriebene Mitteilung heraus, dass sie inzwischen mehr als 25 Prozent der Solon-Aktien hält.
Fragen hierzu gab es auf der Hauptversammlung nicht, und den allgemeinen Bericht von Alleinvorstand Alexander Voigt nahm man weit gehend zustimmend zur Kenntnis. Immerhin konnte Voigt für das zweite Quartal 2003 ein operativ positives Ergebnis vermelden. Insgesamt sei die Konsolidierung des Unternehmens so weit, dass man ab einer Produktion von etwa 800 Kilowatt (kW) Modulleistung monatlich in die schwarzen Zahlen komme
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und seit Mai liegt die Fertigungsmenge darüber. Als sie im Juni erstmals über 1.000 kW stieg,
»haben wir die Korken knallen lassen«, erzählte ein Mitarbeiter am Rande der Versammlung.
Die Hauptversammlung beschloss unter anderem die Ermächtigung der Gesellschaft zum Einzug eigener Aktien bis zu einer Höhe von zehn Prozent des Grundkapitals
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ein »reiner Vorratsbeschluss«, wie Voigt versicherte. Außerdem sollen Geschäftsführung und Angestellte ein höheres Kontingent an Aktien-Erwerbsrechten erhalten: Insgesamt 365.690 Stück und damit die gesetzliche Höchstgrenze von zehn Prozent des Grundkapitals sind nun für sie reserviert, davon zwei Drittel für die Belegschaft. Ob die in der Beschlussvorlage als Begründung genannte
»motivationssteigernde« Wirkung eintritt, dürfte wohl von der weiteren Entwicklung abhängen. Wenn die so verläuft wie im letzten Jahr, rechnet nicht nur der Vorstand, sondern allem Anschein nach auch ein Großteil der Aktionäre mit den ersten Gewinnen der Unternehmensgeschichte.
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