SolarWorld weiht Solarzellenfabrik ein

Am 16. September eröffnete die Deutsche Cell GmbH in Freiberg ihre erste Fertigungslinie für Solarzellen. Gastredner Lothar Späth sprach sich für den Fall eines Wahlsiegs der CDU/CSU für die Beibehaltung der Solarstromvergütung aus.

 

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Jenoptik-Chef Lothar Späth nimmt die neue Solarzellenfertigung der Deutschen Cell in Betrieb.

 

Rund 300 Gäste trafen sich auf Einladung der Deutsche Cell GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Bonner SolarWorld AG, am 16. Oktober in Freiberg, Sachsen, um die neue Solarzellenfertigung in Betrieb zu nehmen. Die Kapazität beträgt 30 Megawatt, was einem Anteil von rund fünf Prozent des Weltmarktes entspricht. Verarbeitet werden können sowohl mono- als auch polykristalline Wafer. Der angestrebte Wirkungsgrad für polykristalline Solarzellen liegt bei 15 Prozent.

Die Besonderheit der Zellproduktion liegt in einer ausgefeilten Prozessüberwachung. Durch eine lückenlose Chargenverfolgung kann für jede einzelne Zelle nachvollzogen werden, unter welchen Betriebsbedingungen sie hergestellt wurde. Dies erlaubt eine kontinuierliche Optimierung des Produktionsprozesses, wie sie bisher nur in der Halbleiterindustrie üblich ist.

 
 

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Blick in die neue Produktion für Solarzellen der Deutschen Cell GmbH.

In Betrieb genommen wurde die Fertigung von Lothar Späth, Wunschwirtschaftsminister der CDU/CSU und Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG, deren Tochter M+W Zander Facility Engineering GmbH die Zellproduktion errichtet hat. Späth ging in seiner Rede zwar nur am Rande auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ein, sagte jedoch, ihm sei es wichtig, »den Investoren in diesem Sektor Sicherheit« und »Vertrauensschutz« zu geben. Gegenüber PHOTON bestätigte Späth, dass es mit ihm als Wirtschaftsminister keine Absenkung der Vergütungshöhe für Solarstrom geben werde.

Das dürfte auch im eigenen Interesse sein. Denn M+W Zander, für die dies der erste Auftrag aus der Solarbranche war, möchte demnächst weitere Zellfertigungen bauen, darunter auch die Erweiterung der Produktion der Deutschen Cell auf 60 Megawatt bis 2005.
 

Anne Kreutzmann
© PHOTON, 17. August 2002
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