
Antec Solar stellt
Insolvenzantrag
Die Antec Solar GmbH, Arnstadt, ist pleite. Dies bestätigte
Geschäftsführer Karl-Heinz Fischer am 13. August gegenüber PHOTON.
|
 |
|
 |
©
Olaf-Wull Nickel / Solar Verlag |
|
Sollen
trotz Insolvenz des Herstellers weiter produziert
werden: Cadmium-Tellurid-Module von Antec Solar - hier
ein Blick in die Produktion am Firmensitz in Arnstadt. |
|
|
|
Hintergrund sind die finanziellen Probleme eines der drei
Gesellschafter: der Babcock-Tochter Balcke-Dürr Technologie GmbH. Die
mit 20 Prozent beteiligte Balcke-Dürr - die restlichen 80 Prozent
halten jeweils zur Hälfte die Geschäftsführer Fischer und Michael Harr
- war zudem als Generalunternehmer mit dem Bau der Produktionslinie
beauftragt. Eine Zeitverzögerung von 18 Monaten führte hierbei »zu
massiven Geld- und Zeitproblemen« für Antec.
An den Aufbau eines weltweiten Vertriebsnetzes, den ebenfalls die
Balke-Dürr übernehmen müsse, war nicht zu denken. Die daraus
resultierenden Probleme würden jedoch nicht »mit schlechten
Marktbedingungen« zusammenhängen, betont Fischer, es handele sich hier
um hausgemachte Schwierigkeiten, die »einen einzelnen Betrieb der
Solarbranche betreffen«. Deshalb wolle man das Problem jetzt lösen und
die ansonsten guten Marktbedingungen nutzen, »um weiterzumachen«.
Geplant ist eine »vollkommene Restrukturierung«, wie es Fischer
bezeichnet. Man müsse die Antec Solar GmbH insolvent gehen lassen (die
im letzten Jahr zum Zweck des Börsengang gegründete Antec Solar
Finanzholding AG ist davon nicht betroffen), plane anschließend aber, mit neuen
Gesellschaftern eine Auffanggesellschaft zu gründen. Derzeit sei man
in »Endverhandlungen« mit »strategischen Partnern«, die »den
internationalen Markt im Visier haben«.
Antec Solar ist einer der drei weltweit größten Hersteller von
Dünnschicht-Modulen auf Basis von Cadmium-Tellurid. Inzwischen habe
man laut Fischer Wirkungsgrade von sieben Prozent erreicht. Jetzt
aufzuhören wäre eine »bittere Pille«.
|