
Rothschedl verlässt
Solon
Harald Rothschedl, Finanzvorstand
der Solon AG, hat am 11. April seinen Rücktritt erklärt.
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© Solar
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Wieder
Alleinvorstand: Alexander Voigt (links) führt die
Geschäfte der Solon AG seit Mitte April wieder solo.
Sein Vorstandskollege Harald Rothschedl trat nach nur
knapp einem Jahr am 11. April zurück. |
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Als Begründung heißt es seitens der
Solon AG, es hätte »Unstimmigkeiten über die Art und Weise der
Unternehmensführung gegeben«. Sein Ausscheiden aus der
Geschäftsleitung trat im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat mit
sofortiger Wirkung in Kraft. Die Ad-hoc-Mitteilung wurde jedoch erst
einen Tag später - am späten Freitagnachmittag - verschickt, was zu
Unmut bei den Aktionären führte. Solon-Sprecherin Karin Mehnert
erklärt die Verzögerung: »Die Mitteilung ist sofort nach
Rechtswirksamkeit des Ausscheidens von Herrn Rothschedl, also nach
Unterzeichnung beider Seiten, erfolgt und war mir daher nicht eher
möglich.«
Für Aktionäre ärgerlich: Offensichtlich kursierten bereits am
Donnerstag und Freitagmorgen Gerüchte über Rothschedls Ausscheiden,
die zu Aktienverkäufen in größerem Umfang genutzt wurden. Allein am
Freitag wurden rund 200.000 der 3,6 Millionen im Umlauf befindlichen
Aktien verkauft. Der Kurs stürzte von knapp 2,50 Euro auf einen neuen
Tiefststand von 1,18 Euro. Mehnert gibt zu, dass hier der Verdacht auf
Insiderhandel nahe liegt und kündigte Untersuchung seitens der Solon
AG an.
Rothschedl war im Mai letzten Jahres als Nachfolger von Birgit Flore
in den Solon-Vorstand eingetreten. Seine Aufgaben hat jetzt
Alleinvorstand Alexander Voigt mit übernommen. Nach Mehnert soll das
auch so bleiben: »Wir suchen derzeit keinen Nachfolger für Herrn
Rothschedl.«
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