
Gehen Schott und RWE
Solar zusammen?In
der Photovoltaikindustrie werden die Spekulationen über eine mögliche
Beteiligung der Schott Glas an RWE Solar immer lauter.
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Solar Verlag |
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Beteiligungsobjekt? Die neue Fertigungslinie der
Zellfabrik von RWE Solar in Alzenau ist im Bau; am
Verkauf ihrer Produkte könnte sich dereinst womöglich
die Firma Schott beteiligen. |
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Es sind die
sprichwörtlichen »gut unterrichteten Kreise«, die über Pläne für ein
Zusammengehen der beiden Unternehmen berichten. Doch die
Verantwortlichen halten dicht: »Ich würde das ins Reich der
Spekulation verweisen«, sagt Michael Harre, Leiter der
Photovoltaikabteilung von Schott. RWE Solar-Geschäftsführer Winfried
Hoffmann äußert sich mit Allgemeinplätzen: »In einem schnell
wachsenden Markt wie der Photovoltaik sind wir immer offen dafür,
Möglichkeiten zur Verbesserung unserer Position zu erkunden.«
RWE Solar ist der sechstgrößte Solarzellenhersteller der Welt. Die
Umbenennung der früheren ASE GmbH im vergangenen September wertet
nicht nur Hoffmann als ein Zeichen dafür, dass sich der Mutterkonzern
dauerhaft zu seiner Photovoltaiksparte bekennt. Handfestes Zeichen
dieses Engagements ist die Genehmigung von Investitionen in Höhe von
150 Millionen Euro, mit denen die Kapazitäten in der Zellfertigung auf
80 Megawatt erhöht werden sollen. Eine neue Fabrik am Standort Alzenau
ist im Bau.
Schott Glas dagegen hat sich im Januar letzten Jahres recht
überraschend in die Solarstrombranche eingekauft. Der Glaskonzern
erwarb die amerikanische Vertriebsfirma Applied Power Corporation, die
nun Schott Applied Power Corporation heißt. Warum man sich jenseits
des Atlantiks engagiert, wo doch der boomende deutsche Markt direkt
vor der Tür der Mainzer Konzernzentrale liegt, fragen sich Beobachter
bis heute. Eine nahe liegende Erklärung könnte lauten, dass sich hier
zu Lande schlicht keine passende Gelegenheit bot. »Es war eine Frage
von Angebot und Nachfrage«, meint Michael Harre, »und APC stand zum
Verkauf.« Schott hat aber auch immer klar gemacht, dass dieser Deal
nur ein erster Schritt sein soll – auf weitere darf man gespannt sein.
Jochen Siemer
© PHOTON, 11. März 2002
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