
PHOTON Marktanalyse: Der Weltmarkt für
Solarzellen überrascht sogar Optimisten
Die Produktion von Solarzellen ist
im Jahr 2001 weltweit um 39,7 Prozent auf 401,4 Megawatt gestiegen. Das
ermittelte die Zeitschrift PHOTON International in einer aktuellen
Marktstudie.
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Resources Total System Co., Ltd. |
Der
»Solar Ark« im Sanyo-Werk in Gifu ist nicht nur eine
architektonisch bemerkenswerte Anlage, sondern auch
weithin sichtbares Symbol: Japan setzt auf Photovoltaik.
Die 630-Kilowatt-Anlage soll im April ans Netz gehen.
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„Die Förderprogramme für
Solarstromanlagen der japanischen und der deutschen Regierung haben
einen weltweiten Boom losgetreten, der in anderen Industriezweigen
seinesgleichen sucht“, kommentiert Michael Schmela, Chefredakteur von
PHOTON International, dieses Ergebnis.
Allein in Japan wurden im letzten Jahr 43 Prozent der Weltproduktion
hergestellt. Europäische Firmen (24,6 Prozent) produzierten erstmals
mehr als ihre Konkurrenz aus den USA (23,6 Prozent), die durch eine
vernachlässigte Förderpolitik in den letzten Jahren kontinuierlich
Marktanteile verloren hat. An der gesamteuropäischen Produktion haben
Spanien (36,9 MW) und Deutschland (32,4 MW) einen Anteil von etwa je
einem Drittel.
Vier der zehn größten Unternehmen (Sharp, Kyocera, Sanyo, Mitsubishi
Electric) kommen aus Japan. Der weltweit größte Hersteller von
Solarzellen ist Sharp. Mit einer Steigerungsrate von 50,4 auf 74 MW
wuchs die Abteilung des japanischen Elektronik-Riesen zwischen 2000
und 2001 mit 46,8 Prozent noch schneller als der ohnehin boomende
Markt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen abgeschlagen BP Solar
(54,4 MW) und Kyocera (54 MW).
Das stärkste Wachstum unter den Top Ten zeigte die spanische Firma
Isofoton, die ihre Produktion von 9,5 MW auf 18,7 MW nahezu
verdoppelte, und von Rang 10 auf Rang 7 vorstieß. Der einzige
Hersteller aus Deutschland in der Spitzengruppe ist die RWE Solar
GmbH.
In diesem Jahr plant die Solarzellenindustrie ihre Produktion um fast
55 Prozent auf rund 620 MW auszuweiten. Japanische Firmen werden
weiterhin dominieren, und der Marktanteil der Europäer wird weiter
wachsen. Mit der ErSol Solar Energy AG aus Erfurt und der Q-Cells AG
aus Thalheim schicken sich gleich zwei Neulinge aus Deutschland an, in
die Liga der ersten 15 aufzusteigen.
Für die Marktübersicht Solarzellen hat die Zeitschrift PHOTON
International 52 Hersteller in Japan, China, Taiwan, Indien,
Australien, USA und elf europäischen Ländern befragt.
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