Kapitalerhöhung der S.A.G. wird rückabgewickelt

Die am 27. Juli beendete Kapitalerhöhung der S.A.G. Solarstrom AG muss auf Grund eines Formfehlers rückabgewickelt werden.

© S.A.G. Solarstrom AG

Muss einen neuen Geschäftsplan entwerfen: S.A.G.-Vorstand Harald Schützeichel hat durch eine verpatzte Kapitalerhöhung 42 Millionen Mark weniger als geplant zu Verfügung.

Das gezeichnete Kapital von insgesamt 42 Millionen Mark soll kurzfristig zurücküberwiesen werden. Das teilte die S.A.G. Solarstrom AG, Freiburg, am heutigen Donnerstag in einer ad-hoc-Meldung mit. Bei dem Formfehler handelt es sich um ein fehlendes Datum, das festlegt, wann die Kapitalerhöhung beendet ist. Dies habe die Hauptversammlung versäumt, in der Beschlussvorlage zur Kapitalerhöhung festzulegen. Der Fehler sei jedoch erst jetzt im Zuge der Anmeldung der Eintragung der Kapitalerhöhung bemerkt worden.

Laut S.A.G.-Sprecher York Ditfurth ist die Zahlungsfähigkeit der S.A.G. nicht gefährdet, allerdings müssten jetzt einige Projekte wie der Ausbau des Vertriebsnetzes zurückgestellt werden. Ditfurth sieht die verpatzte Kapitalerhöhung auch als Chance, »einen neuen Businessplan zu erarbeiten«. Dieser soll dann alternative Geschäftsfelder enthalten, »wie beispielsweise den Einstieg in den Handel mit Solarmodulen«. Der Kurs fiel bis zum Mittag des 6. September auf ein neues Jahrestief von 4,50 Euro.

Dächer allein sind nicht mehr die Welt Die S.A.G. Solarstrom AG hat ihr Geschäftsfeld verlagert. Diese Neuerung hat zu zahlreichen Nachfragen seitens der Aktionäre geführt. Wir sprachen mit S.A.G.-Vorstand Harald Schützeichel über die Pläne.

Kapitalerhöhung abgebrochen: S.A.G. will weg von Großkraftwerken Die S.A.G. plant eine grundlegende Umstrukturierung. Der Betrieb eigener Solarkraftwerke soll künftig nicht mehr den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bilden.

Anne Kreutzmann
© PHOTON, 6. September 2001
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