Silan-Unfall bei ErSol

Am 8. August haben in der Fertigung des Erfurter Solarzellenherstellers ErSol Solar Energy AG zwei Silanflaschen gebrannt. 

© Solar Verlag, Olaf-Wull Nickel

Blick in die Produktion bei ErSol: In dem Ofen links im Bild wird die Antireflexschicht aufgebracht, die bei ErSol aus Siliziumnitrid besteht. Ausgangsstoff für Siliziumnitrid ist Silan, eine Siliziumwasserstoffverbindung, die sich bei ErSol am 8. August entzündet hatte.

Silan (SiH4) ist ein selbstendzündliches Gas, das zur Herstellung von Siliziumnitrid benötigt wird. Aus Siliziumnitrid besteht die Antireflexschicht der Solarzellen.

Da ein Silanbrand nicht löschbar ist, konnte die Feuerwehr nur das Abrennen kontrollieren. Leicht verletzt wurde lediglich ein Mitarbeiter, der versuchte, den Hahn der Gasflasche zu schließen.

Außer einem wenige Tage dauernden Produktionsstillstand aufgrund der Verunreinigung hat ErSol laut Auskunft des Vorstandes Claus Beneking keine weiteren Schäden erlitten. Die Untersuchungen zur Schadensursache werden durch den TÜV Thüringen durchgeführt und dauern derzeit noch an.

Beneking bietet insbesondere anderen Zellherstellern an, sich über die Erfahrungen und Ergebnisse der Untersuchung auszutauschen.

Anne Kreutzmann
© PHOTON, 13. August 2001
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