AstroPower kauft den spanischen Modulhersteller Atersa

Am 31. Juli verkündete der amerikanische Solarzellenhersteller AstroPower die Übernahme des Modulherstellers Aplicaciones Tecnicas de la Energia, S.A., Valencia, gemeinhin bekannt als Atersa. 

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Nach der Übernahme: Fernando Monera bleibt Präsident des spanischen Modulherstellers Atersa.

Zusätzlich zu Atersa kaufte AstroPower auch Atersas 50-Prozent-Anteil an dem gemeinsamen Tochterunternehmen AstraSolar, einem ebenfalls in Valencia beheimateten Hersteller von Solarzellen; es wurde einst gegründet, um die von Atersa benötigten Solarzellen in unmittelbarer Nähe produzieren zu können. Die Eigentümer von Atersa, darunter Präsident Fernando Monera und der Produktionsleiter Enrique Daroqui, erhalten rund 58 Prozent der Kaufsumme von vier Milliarden spanischer Peseten (24 Millionen Euro) in bar, den Rest in Form von AstroPower-Aktien.

AstroPower hat durch die Übernahme auf dem europäischen Markt nicht mehr die Nachteile des hohen Dollarkurses und der langen und teuren Transportwege. Zudem ist der spanische Markt dabei, einer der interessantesten in Europa zu werden. Und inzwischen hat Atersa in Spanien ein Netzwerk mit 800 Installateuren aufgebaut. Installiert wurde im Jahr 2000 durch die Verzögerungen bei der geplanten Förderung trotzdem nicht allzu viel. Atersa selbst hat nur 1,1 Megawatt der Produktion von 4,5 Megawatt in Spanien verbaut. Der Rest ging zum größten Teil nach Deutschland.

Die Übernahme von Atersa kommt in einer Zeit großer Expansionspläne. Atersa hatte im Juli erst eine Tochter in Miami, Florida, gegründet, um von dort Module in zentralamerikanische Länder zu exportieren. Und in Italien steht Atersa gerade in Diskussionen mit einem örtlichen Unternehmen, um in einem Joint Venture Module herzustellen. Der Kontakt zu der Firma Siel kam über die geplante 13-Megawatt-Anlage im spanischen Murcia zu Stande, für die Atersa und Siel zusammen einen 300-kVA-Wechselrichter entwickeln wollen.

Schon Ende April hat AstroPower bekanntgegeben, dass AstraSolar einen Auftrag für das weltgrößte Solarkraftwerk in Murcia erhalten hat, das eine Fläche von rund 57 Fußballfeldern abdecken soll. Zum Baukonsortium gehören neben Atersa der spanische Energieversorger Iberdrola und eine private Investorengruppe. Förderungen kommen voraussichtlich von der Region, der spanischen Regierung und der EU. Innerhalb von zwei Jahren soll mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 65 Millionen Dollar das Solarkraftwerk gebaut sein.

Max Deml
© PHOTON, 1. August 2001
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