
ArcticSolar nimmt
Produktion auf
Der von Alfasolar
und der finnischen Naps Systems gegründete Modulhersteller
ArcticSolar startete am 1. Juli mit der Produktion von Solarmodulen im
schwedischen Gällivare.
Eigentümer des neu
gegründeten Modulherstellers ArcticSolar AB sind zu je 40 Prozent die
Alfasolar Vertriebsgesellschaft mbH aus Hannover und die Firma Naps
Systems Oy, Vantaa, Finnland. Die übrigens 20 Prozent halten der
Geschäftsführer Vesa Hirvonen und der Personalleiter Hans
Strandgård. Hirvonen und Strandgård haben beide zuvor bei dem
schwedischen Modulhersteller GPV gearbeitet, der Ende 1999 von der
deutschen SolarWorld AG übernommen wurde. Sitz von ArcticSolar ist
Gällivare in der schwedischen Provinz Lappland, wo auch GPV
produziert. Letztlich sei man den Wünschen der Mitarbeiter
entgegengekommen, begründet Pentti Passiniemi von Naps die
Standortentscheidung. Einen anderen Vorteil biete die nordische
Einöde nicht.
Die
Produktionskapazität beträgt derzeit zwölf Megawatt, die Produktion
soll jedoch auf weit geringerem Niveau gestartet werden. So ist für
dieses Jahr die Herstellung von jeweils zwei bis drei Megawatt
angestrebt. Für nächstes Jahr sind sechs Megawatt geplant. Im
Endausbau sollen 15 Megawatt pro Jahr erreicht werden. Naps und
Alfasolar teilen sich die Produktionszeit, um Module nach eigenen
Bedürfnissen zu produzieren. Alfasolar wird seine beiden bisher bei
der Berliner Solon AG produzierten Modultypen mit einer Leistung von
105 beziehungsweise 120 Watt herstellen. Außerdem ist noch die
Einführung eines 160-Watt-Moduls geplant. Naps wird Standardmodule
sowie Module nach Kundenwunsch produzieren.
Die Firma Alfasolar
hatte in den 90er Jahren in Deutschland GPV-Module eingeführt und
exklusiv vertrieben, bevor sich SolarWorld bei GPV einkaufte. Naps war
ebenfalls einer der Hauptabnehmer von GPV-Modulen und hatte ebenso wie
Alfasolar mit dem Eigentümerwechsel bei GPV Probleme, die
gewünschten Modulmengen von GPV zu erhalten.
Anne
Kreutzmann
© PHOTON, 28. Juni 2001
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