
Solardach für das
Niedersachsenstadion
Das Niedersachsenstadion im
Zentrum von Hannover soll für die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland
ein neues Outfit bekommen. Der Entwurf sieht eine Solarstromanlage mit bis zu
400 Kilowatt vor.
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Schulitz + Partner Architekten
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Entwurf des Architektenbüro Schulitz + Partner sieht für
das Niedersachsenstadion vor, eine Photovoltaikanlage in
das neue Dach zu integrieren. |
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Vorgesehen ist die Sanierung
der Flutlichtanlage sowie ein neuer Eingangsbereich. Für die 46.000 Zuschauer
gibt es zudem ein neues Stadiondach. Als 1954 die Wettkampfstätte auf einer
Kriegsschutthalde Hannovers errichtet wurde, dachte noch niemand an überdachte
Sitzplätze, wie sie heute von der UEFA vorgeschrieben sind.
Einen Architektenwettbewerb,
den die Stadt Hannover als Stadioneigentümerin auslobte, gewann im September
letzten Jahres das Konzept des Architektenbüros Schulitz + Partner aus
Braunschweig. Der Entwurf sieht vor, die Tribünen mit einem Blechdach
einzufassen, um dann das Stadion vollflächig mit einer aufgehängten Dachfolie
zu überspannen. Diese Membranfolie könnte integrierte Dünnschichtmodule aus
amorphem Silizium mit einer Leistung von 350 bis 400 Kilowatt enthalten.
Die Arbeitsgemeinschaft »ARGE
Solares Niedersachsenstadion« der Unternehmen Solar Engineering Decker &
Mack GmbH aus Hannover und dem Ingenieurbüro Mencke & Tegtmeyer aus Hameln
erhielten von der Stadt Hannover den Auftrag, die technische Durchführung und
die Finanzierbarkeit des Schulitz-Entwurfes zu überprüfen. Die geschätzten
Investitionskosten des Umbaus liegen bei 72 Millionen Mark, davon werden 42
Millionen Mark das Land Niedersachsen und die Stadt Hannover übernehmen. Etwa
sechs Millionen Mark sind für die Photovoltaikanlage veranschlagt,
vorausgesetzt, sie bleibt weiterhin Bestandteil des Konzeptes. »Eine
Photovoltaikanlage bringt Fördermittel und ist damit wohl das Sicherste am
gesamten Umbaukonzept«, so die Einschätzung von Burchard Decker,
Geschäftsführer von Solar Engineering. Die ARGE überprüft außer dem
»Dachfolienmodell« zwei weitere Varianten: ein vollflächiges Blechdach mit
entweder aufgeständertem oder integriertem Photovoltaiksystem.
Welche Idee letztlich zwischen
2002 und 2004 verwirklicht wird, hängt vom Investor ab, den die Stadt Hannover
über einen Wettbewerb ausfindig machen will. Sechs Kandidaten stehen bisher zur
Auswahl, um die Finanzierungslücke von 30 Millionen Mark zu schließen. Der
Investor hat damit dann auch das Recht, seine Vorstellungen am Stadionumbau mit
einfließen zu lassen. Auf einer Sitzung am 25. Juni (nach Red.schluss) sollte
sich ergeben, wer als neuer Geldgeber für das Niedersachsenstadion und damit
als Betreiber der Photovoltaikanlage in Frage kommt. Wir bleiben am
Ball....
Eveline
Hagemann
© PHOTON, 13. Juni 2001
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Solar Verlags
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