5-MW-Solarkraftwerk in Mecklenburg-Vorpommern

Die Stephan Schröder Management GmbH & Co. plant in Relzow, nahe der Insel Usedom/Mecklenburg-Vorpommern, eine 5-MW-Photovoltaikanlage. 

© Dunasolar

Großeinsatz für Module aus amorphem Silizium: Für das geplante 5-Megawatt-Solarkraftwerk sollen Module des ungarischen Herstellers Dunasolar zum Einsatz kommen

Ende Mai erklärte das Berliner Unternehmen, dass die Montage des ersten Abschnittes mit 1,5 Megawatt voraussichtlich im Juli beginnen und Ende November fertiggestellt werden solle. Wenn die verbleibenden 3,5 Megawatt in drei weiteren Bauschritten im Laufe des nächsten Jahres realisiert werden, wäre das Solarkraftwerk das größte in Deutschland und die größte Dünnschichtzellen-Anlage der Welt.

Das Unternehmen Ecotec Solar GmbH aus Gelsenkirchen wird die Installation der insgesamt 125.000 Module übernehmen, davon 37.500 im ersten Bauabschnitt. Die Module haben eine Leistung von je 40 Watt und bestehen aus amorphem Silizium. Produziert werden sie von der ungarischen Firma Dunasolar, die seit Anfang des Jahres auch in Deutschland ihre Produkte anbietet.

Gerade erst im April gab Dunasolar eine Erweiterung der Produktionskapazität von 3,2 auf fünf Megawatt bekannt. Die Wechselrichter stammen von der Siemens AG.

Als Standorte des neuen Solarkraftwerks sind acht gemietete Dächer von Getreidekammern des Logistikzentrums für Lagerhaltung, Handel und Dienstleitung vorgesehen. Die Investition für die gesamten fünf Megawatt wird rund 50 Millionen Mark betragen, für den ersten Bauabschnitt sind Investitionskosten von 16,7 Millionen Mark nötig. Die Kosten des Großprojektes decken ein Kredit der Deutschen Ausgleichsbank in Höhe von 9,7 Millionen Mark sowie Eigenkapital von sieben Millionen Mark.

Seit Juni werden die Finanzmittel über einen eigens gegründeten Fonds »Solarkraftwerk Relzow I« eingeworben. Anleger können sich als Kommanditisten ab einer Mindesteinlage von 5.000 Euro an dem Solarkraftwerk beteiligen. Gemäß dem Prospekt über das Beteiligungsvorhaben wird der Strom aus der Anlage über 20 Jahre mit 99 Pfennigen pro Kilowattstunde vergütet. Die Anleger sollen zusätzlich zu ihrer Einlage 130 Prozent als Gewinn zurück erhalten, was einer jährlichen Verzinsung von etwa 4,25 Prozent entspricht. Die Konditionen beziehen sich jedoch nur auf den ersten Bauabschnitt. 

Eveline Hagemann
© PHOTON, 30. Mai 2001
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Solar Verlags