Kleinstgeräte: 
Ixys stellt speziellen Solar-Chip vor

19.11.2003: Die amerikanische Firma Clare Inc., eine hundertprozentige Tochter des Elektronik-Herstellers Ixys Corp., hat im Oktober ein winziges Solarmodul im Chipformat vorgestellt. Durch die verhältnismäßig hohe Ausgangsspannung ist es möglich, direkt Akkuladegeräte oder akkubetriebene Kleinstgeräte anzuschließen, etwa drahtlosen Sensoren und Fernbedienungen.

© Clare Inc.

Das Kleinstmodul (Durchmesser etwa neun Millimeter) befindet sich hier in einem TO39-Gehäuse mit vier Pins, welches auch für Halbleitersensoren verwendet wird. 

Bei dem Mini-Modul »CPC1810« sind mehrere Zellen monolithisch zusammengeschaltet, sie befinden sich also auf einem einzigen (nur 0,018 Quadratzentimeter großen) Halbleiterplättchen. Das Modul besteht aus monokristallinem Silizium und erzeugt bei einem Wirkungsgrad von 14 Prozent einen Strom von zwölf Mikroampere und eine Spannung von etwa sieben Volt. 

Das Unternehmen aus Maryland ist auf Halbleiterrelais und andere elektronische Bauelemente spezialisiert, besitzt aber schon über 20 Jahre Erfahrung mit Solarzellen in Optokopplern. Da verwundert es nicht, dass der stromerzeugende Chip zuerst einmal in einem zylindrischen TO39-Gehäuse eingebaut erhältlich ist. In Kürze werden allerdings auch anders geformte Kleinstmodule im Angebot sein; darüber hinaus sollen die Minimodule auch ohne Gehäuse ausgeliefert werden. Sie sind dort einsetzbar, wo es auf eine flache Bauweise ankommt, zum Beispiel in Chipkarten und elektronischen Autoschlüsseln. Auf Kundenwunsch lassen sich auf dem Baustein noch weitere elektronische Schaltkreise unterbringen, etwa eine Laderegelung.

Bei dem neuen Solar-Chip kommt nach Firmenangaben die herstellereigene SOI-Technologie (Silicon On Insulator) zum Einsatz. Dieses Bauprinzip ist nicht auf eine bestimmte Leistung beschränkt. Derzeit arbeiten die Amerikaner an Produkten mit noch höheren Spannungen (bis zu 32 Volt) und höheren Strömen, die man im Januar 2004 vorstellen will. 

www.clare.com

Jens Nickel
© PHOTON, 2003
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