Testsieger für Inselsysteme von PSE

Testgerät für Inselsysteme von PSE
Die Freiburger PSE GmbH hat seit Januar ein Testgerät für Inselsysteme im Angebot. Der Solar-Home-System-Tester »SHS 12/24« ist ein handliches Messgerät zur Kontrolle und Wartung netzunabhängiger Solarstromsysteme, wie sie vor allem in Entwicklungsländern installiert werden.

© Ennos GmbH

Kontrolle für Inselsysteme: Der Solar-Home-Systeme-Tester von PSE besitzt einen Temperatursensor (links oben), einen Einstrahlungssensor (rechts oben) sowie eine Trennklemme zum Anschluss an den Laderegler (rechts unten).

Diese so genannten Solar-Home-Systeme bestehen in der Regel aus ein oder zwei Solarmodulen, Laderegler, einer Batterie und Verbrauchern. Mit dem SHS-Tester können alle diese Bestandteile vor Ort auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden. Hierzu ist der Tester mit einem Temperatur- und einem Einstrahlungssensor sowie einer Trennklemme ausgestattet. Zusätzlich wird noch ein Batteriesäuretester benötigt, der jedoch separat gekauft werden muss.


Um die Funktionskontrollen durchzuführen, wird die Trennklemme seriell an die Anschlüsse des Ladereglers angeschlossen. Bei späteren Tests reduziert sich die Arbeit gar auf das Anschließen des SHS-Testers an die Trennklemme, die im System verbleiben kann. Der komplette Test aller Komponenten dauert nur rund fünf Minuten und umfasst die üblichen elektrischen Kenngrößen, beispielsweise Leerlaufspannung und Kurzschlussstrom des Solarmoduls. Die aktuellen Messwerte werden auf einer LCD-Anzeige dargestellt. Vorangegangene Messreihen sind nicht mehr abrufbar, weil ein Speicher fehlt.


Für die in unseren Breiten üblichen Anlagengrößen von mehreren Kilowatt ist der SHS-Tester allerdings nicht gedacht. Die Obergrenze liegt bei 12-Volt-Systemen bei 200 Watt, bei 24-Volt-Systemen bei 400 Watt.
Größtes Manko: Eine Rechnerschnittstelle ist nicht enthalten, und wird nur auf besonderen Wunsch eingebaut. Hierzu müsse ein zusätzlicher Treiberbaustein auf der Platine ergänzt werden, so Werner Warmuth von PSE. In der nächsten Geräte-Generation soll die serielle Schnittstelle standardmäßig enthalten sein. »Für die erste Generation war die Überlegung, dass die Hauptkundschaft des SHS-Tester wohl ohnehin nicht über einen PC verfügt«, begründet Warmuth die jetzige Ausstattung. Kurzfristig soll zumindest ein Speicher integriert werden.


Der SHS-Tester ist eine Gemeinschaftsentwicklung der Freiburger Ennos GmbH und dem ebenfalls in Freiburg beheimateten Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), von dem auch die Idee für das System stammt. Ein Vorgängermodell brachten die Partner bereits vor zwei Jahren auf den Markt – jedoch mit geringem Erfolg (PHOTON 5-1997). Es eignete sich nur für Arbeitsspannungen bis zwölf Volt. Außerdem, so Ennos-Geschäftsführer Thomas Boukhalfa, habe ein geeigneter Vertriebspartner gefehlt. Den Vertrieb des neuen Geräts übernimmt die Freiburger PSE GmbH. Sie verkauft den SHS-Tester für knapp 930 Euro; die Lieferzeit beträgt ein bis zwei Wochen.


PSE Projektgesellschaft Solare Energiesysteme mbH
Christaweg 40
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Telefax 07 61 / 479 14 – 44
pse@pse.de, www.pse.de

 

Iris Krampitz, Anne Kreutzmann
© PHOTON, 01. Februar 2002
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Solar Verlags

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