Amorphe Solardachschiefer aus England

Die britische Firma Intersolar Group plant die Einführung eines Solardachschiefers. 

© Intersolar Group Ltd.

Der Solarschiefer der britischen Firma Intersolar soll ab Mitte 2002 in die Produktion gehen und auch in Deutschland erhältlich sein.

Großbritanniens einziger Hersteller von Solarzellen wird dazu amorphe Solarmodule aus eigener Produktion verwenden. Der »Electra-Slate« soll zum Produktionsstart Mitte 2002 eine elektrische Leistung von zwei Watt aufweisen; bisher produzierte Prototypen kommen auf 1,4 Watt. Die Spannung je Solarschiefer wird 48 Volt betragen. Die Solarzellen bedecken die unteren 20 Zentimeter der 50 Zentimeter langen Platte. Die Breite beträgt 30 Zentimeter. Damit ist der Solarschiefer knapp doppelt so groß wie ein DIN A 4-Blatt. Auf dem Dach wird trotz der nur teilweisen Belegung mit Solarzellen eine einheitlich schwarze Solarfläche zu sehen sein, da der elektrisch inaktive Teil der Schiefer von der jeweils oberhalb liegenden Reihe bedeckt wird.

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Nach Angaben von Intersolar-Geschäftsführer Philip Wolfe kann der Solarschiefer von jedem Dachdecker ohne spezielle Kenntnisse verlegt werden. Lediglich der Netzanschluss muss von einem Elektriker vorgenommen werden.

Die Entwicklung fand in Zusammenarbeit mit der Alfred McAlpine PLC statt, einem der größten Fertighaushersteller und Dachschieferproduzenten des Landes mit einem Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro. Die Kosten betrugen rund 2,5 Millionen Euro und wurden teilweise vom britischen Wirtschaftsministerium übernommen. Intersolar ist derzeit dabei, den Solarschiefer nach IEC 61464 zertifizieren zu lassen. Das Zertifikat soll spätestens zum Produktionsstart vorliegen.

Der Solarschiefer wird auch in Deutschland erhältlich sein; ein Vertriebspartner steht jedoch noch nicht fest. Über die Kosten wollte Wolfe noch keine Angaben machen. Seiner Ansicht nach spielen diese ohnehin keine große Rolle, da das nach ästhetischen Gesichtspunkten optimierte Produkt eine Kundengruppe ansprechen solle, die über solche Fragen nicht nachdenken müsse.

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William P. Hirshman, Anne Kreutzmann
© PHOTON, 20. September 2001
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