
Solarstrahlung genau und
preiswert messenMit
der Entwicklung des Solarzellensensors SENSOL ist das Kasseler
Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) in die
Marktlücke zwischen Billig- und Hochleistungssensoren vorgedrungen.
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als ein Billig-, preiswerter als ein Hochleistungssensor:
der neue Solarzellensensor SENSOL, entwickelt vom Institut
für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) in Kassel. |
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Wer
bisher exakt wissen wollte, wie viel Sonnenenergie seine
Photovoltaikanlage ernten kann, hatte nur die Wahl zwischen
Billigsensoren in einer Preislage von 200 bis 400 Mark und
hochwertigen Strahlungssensoren, die zwischen 2.500 und 3.500 Mark
kosten. Beide Varianten waren nicht optimal: Die Billigmodelle sind
nicht geeicht und unzureichend genau; die teuren Hochleistungssensoren
dagegen haben ein anderes Empfindlichkeitsspektrum als ein Solarmodul,
weshalb ihre Messergebnisse über spezielle Korrekturverfahren
angeglichen werden müssen. Zwar hatte das Joint Research Centre der
Europäischen Kommission im italienischen Ispra 1993 einen preiswerten
Qualitätssensor, den ESTI-Sensor, auf den Markt gebracht; aber auf
Grund der EU-Bürokratie gab es immer wieder Lieferschwierigkeiten.
In
diese Marktlücke ist nun das Kasseler Institut für Solare
Energieversorgungstechnik (ISET) mit der Entwicklung des
Solarzellensensors SENSOL gestoßen. Das Gerät, das bislang nur als
Labormuster existiert, garantiert die gleiche Spektraleigenschaft wie
ein
Solarmodul, weil es aus dem gleichen Zellmaterial besteht. Im
Gegensatz zum ESTI-Sensor hat es ein wetterfestes Gehäuse aus
Aluminium. An die Messzelle ist außerdem ein Temperaturfühler
gekoppelt, während der ESTI-Sensor die Temperatur nur indirekt über
die Leerlaufspannung ermittelt. Geplant sind SENSOL-Varianten für
amorphe, mono- und polykristalline Silizium-Module sowie
Cadmiumtellurid- und CIS-Module. Auswertegeräte oder moderne
Wechselrichter können die gemessene Solarstrahlung mit der erzeugten
elektrischen Leistung vergleichen und so eine handfeste Aussage über
die Qualität der Photovoltaikanlage liefern.
Anders
als Billigsensoren wird SENSOL geeicht sein; gegenwärtig läuft die
Kalibrierung des Labormusters bei der Physikalisch-Technischen
Bundesanstalt in Braunschweig. Anhand dieses Muttersensors wird jedes
Gerät aus der Serienproduktion geeicht und einen Kalibrierschein
erhalten. Die Firma IKS GbR in Söhrewald will noch in diesem Jahr mit
einer Kleinserie beginnen. Der Preis des neuen Sensors soll im Segment
zwischen den Billig- und Hochleistungssensoren liegen.
Das
Joint Research Centre in Ispra steht unterdessen kurz vor Abschluss
eines Vertrages mit einer deutschen Firma, die den Vertrieb der
ESTI-Sensoren in eigener Regie übernehmen soll. Geeicht werden die
Sensoren weiterhin in Ispra.
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IKS
Erlenweg
12
34320 Söhrewald
Telefon 05608 / 95 130
Telefax 05608 / 95 131 |
Johannes
Bernreuter
© PHOTON, 25. April 2000
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Solar Verlags
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