»Act Energy« startet Aktion für erneuerbare Energien in der EU-Verfassung

Der Münchner Verein »Act Energy – Aktionsgemeinschaft regenerative Energie« will sich mit der Kompromisslösung des Europäischen Konvents zum Euratom-Vertrag nicht zufrieden geben. In einer ersten Aktion wurden Anfang August einige tausend E-Mails versand.

 

© Robert Willfurth

Wachsender Protest: Nach Greenpeace will nun auch die Aktionsgemeinschaft »Act Energy« gegen den Euratom-Vertrag mobil machen und sich dafür einsetzen, die erneuerbarer Energien in der europäischen Verfassung zu privilegieren.

 

Der Europäische Konvent hatte am 10. Juli den Entwurf für eine europäische Verfassung verabschiedet, in dem ein Zusatzprotokoll dem Euratom-Vertrag eine eigene Rechtspersönlichkeit belässt. Um gegen diese Bevorzugung der Atomenergie anzugehen, plant Act Energy eine »Aktion europäischer Bürger zur Privilegierung erneuerbarer Energie in der künftigen europäischen Verfassung«. Dazu hat der Verein Anfang August rund 3.500 E-Mails an Medien, Politiker, Verbände, Hochschulen und Unternehmen in Deutschland und einigen Nachbarländern versandt. Bei einer größeren Resonanz will er an Infoständen in den Städten Unterschriften für seine Forderung sammeln. »Veränderungen sind nur durchsetzbar, wenn Druck entsteht. Den wollen wir aufbauen«, sagt Carsten Witt, Vorstandsmitglied bei Act Energy. Im Oktober wird eine Konferenz der EU-Regierungschefs über den Konventsentwurf für eine europäische Verfassung beraten.

 

Johannes Bernreuter
© PHOTON, 15. August 2003
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