
Hamburger Hochschule stellt Sonnenstromschirme auf
Am 26. September werden fünf »Sonnenstromschirme« auf der Terrasse der Bibliothek der Hochschule für Angewandte Wissenschaft in Hamburg (HAW) eingeweiht. Für die architektonische Gestaltung war ein Wettbewerb am Fachbereich Architektur ausgeschrieben worden, den die Studenten Hartmut Zehm und Jan Kaundinya mit ihrem Entwurf
»Sunbrellas« gewannen.
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Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg |
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Langzeitarbeitslose der Werkstätte Ökologische Technik in Finkenwerder bauten die Stahlträger der Sonnenstromschirme. |
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Die »Sunbrellas« bestehen aus fünf Stahlträgern mit jeweils 20 Solarmodulen. Zusammen erbringen sie eine Leistung von 15 Kilowatt. Durch die kreisförmige Anordnung der Module und die transparente Rückseitenfolie dienen die
»Sunbrellas« gleichzeitig als Sonnenschirme. Bei Sonne spenden sie genügend Schatten für die Sitzgruppen darunter
– die Terrasse wird dadurch zu einem erweiterten Lesesaal für die Studierenden.
Da sich die Module direkt über den Sitzplätzen der Terrasse befinden, müssen die Sicherheitsbestimmungen für Überkopfverglasungen eingehalten werden. Doppelglasmodule mit PVB-Verbundmaterial, die üblicherweise in solchen Fällen eingesetzt werden, kamen für die Initiatoren aber aus Gründen des Aussehens und des Gewichts nicht in Betracht.
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| Die vormontierten Solarschirme werden auf die Bibliotheksterrasse gehoben. |
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Die Hamburger Solara AG fertigte schließlich besondere Module mit Einscheiben-Sicherheitsglas und einer transparenten
Tedlar-Folie, die die Festigkeitsansprüche erfüllen. Die Technische Hochschule Hamburg wies dies in einem Gutachten für die Genehmigungsbehörden nach.
»Wir wollen mit der Anlage ein sichtbares Beispiel geben und die Studierenden über erneuerbare Energien
informieren«, erläutert Professor Wolfgang Moré vom Fachbereich für Elektrotechnik und Informatik die Ziele des Projekts. Die HAW sowie der Verein HAW Solar waren für die Umsetzung verantwortlich. Die Hochschule übernahm die Kosten für die Stahlkonstruktion und die Dacharbeiten. Drei Viertel der Kosten für die Solaranlage in Höhe von 70.000 Euro finanzierte HAW Solar durch Spenden und Fördermittel. Auch die Studentenschaft steuerte 5.000 Euro bei. Die restlichen 25 Prozent finanzierte die Hochschule.
Eine interaktive Informationstafel im Eingangsbereich des HAW-Hauptgebäudes wird in Zukunft Informationen über den Klimaschutz, die Technik und den Ertrag der
»Sunbrellas« liefern. Für die Tafel fehlt allerdings noch das Geld.
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