Phönix betreut Megawatt-Projekt in Barcelona

Von April bis September 2004 soll in Barcelona das »Forum Universal de las Culturas« stattfinden. Eines der Wahrzeichen könnte eine Photovoltaikanlage mit rund einem Megawatt Leistung sein. Auf einem »Sonnensegel« werden, so die Planung, 8.500 Quadratmeter mit Solarmodulen bedeckt.

© Barcelona Regional

Zur Architekturplanung am Besòs-Fluss in Barcelona gehört mit dem »Sonnensegel« auch »eines der spannendsten Photovoltaikprojekte Europas« – vor allem für die Monteure: In bis zu 70 Metern Höhe werden sie die Module anbringen.

Die Monteure müssen ihre Arbeit auf der luftigen und steil ansteigenden Konstruktion, die eine Veranstaltungsfläche beschatten soll, in bis zu 70 Metern Höhe verrichten. Die Anlage gehört zum EU-Projekt »EUPRES«, das von einem internationalen Konsortium durchgeführt wird. Einer der Partner ist dabei die Phönix-Sonnenstrom AG, die unter anderem für Planung und Ertragsüberwachung der PV-Installation auf dem Sonnensegel verantwortlich zeichnet.
Im Rahmen von EUPRES, das aus Mitteln des fünften EU-Rahmenprogramms für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration finanziert wird, sind Partner aus mehreren Ländern mit Vorhaben zur nachhaltigen Energieversorgung in Städten betraut. Die Phönix AG arbeitet in Barcelona unter anderem mit der Vereinigung der europäischen Photovoltaikindustrie EPIA und dem lokalen Entwicklungsträger »Infrastructures 2004«, aber auch mit dem Stadtrat der schwedischen Stadt Malmö zusammen. Koordiniert wird das Projekt von der Planungsgesellschaft »Barcelona Regional«.
Das Weltforum der Kulturen soll in einem städtischen Entwicklungsgebiet an der Mündung des Besòs stattfinden. Hier wird ein ehemaliges Industriegebiet komplett neu gestaltet. Es soll nach dem Willen der Veranstalter im Jahr 2004 auch »ein Modell für die nachhaltige Stadt« darstellen. Da kann der Ort für ein Solarkraftwerk natürlich gar nicht herausragend genug sein: »Das ist mit Sicherheit eines der spannendsten Photovoltaikprojekte in Europa«, sagt Manfred Bächler, Vorstandsmitglied der Phönix Sonnenstrom AG. Insgesamt sollen voraussichtlich etwa 1,15 Megawatt installiert werden: ein Megawatt kristalliner Module auf dem Segel und 150 Kilowatt, möglicherweise in Dünnschicht-Technologie, an einem benachbarten Gebäude. Über die Kosten mag man bei Phönix nur recht vage Schätzungen abgeben, zumal Phönix weder für die Architektur noch für Ausschreibungen verantwortlich zeichnet. Nach jetziger Kenntnis der Pläne und weil das Sonnensegel seiner Bestimmung gemäß keinen Anspruch auf Regendichtigkeit erhebt »sieht es so aus, als ob es relativ kostengünstig wird«.
 

Jochen Siemer
© PHOTON, 27. Februar 2002
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