
Helmholtz-Gemeinschaft verstärkt Forschung zu erneuerbaren Energien
16.10.2003: Die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren (HGF), ein Zusammenschluss von 15 Großforschungseinrichtungen, wird sich in den nächsten fünf Jahren verstärkt auf dem Gebiet erneuerbarer Energien engagieren.
Im Forschungsbereich Energie, in dem sechs der 15 Zentren aktiv sind, sollen die erneuerbaren Energien nach einem Beschluss des HGF-Senats vom 16. Oktober den größten Zuwachs an Fördermitteln erhalten. Demnach wird der Etat bis 2008 gegenüber 2003 um rund 21 Prozent zunehmen, was einem jährlichen Anstieg von 3,9 Prozent entspricht. 2002 betrug die Fördersumme knapp 25 Millionen Euro. Der Zuwachs kommt im Wesentlichen den Themen
»Dünnschicht-Photovoltaik« und »Konzentrierende Solarsysteme« (solarthermische Kraftwerke und chemische Speicherung) zu Gute. Auch die Mittel für das Programm
»Rationelle Energieumwandlung« steigen mit durchschnittlich 2,6 Prozent pro Jahr noch relativ ordentlich.
Mit diesem Beschluss entspricht der HGF-Senat der Vorgabe der Bundesregierung, wonach das für die nächsten fünf Jahre vorgesehene Wachstum des gesamten Forschungsbereichs von jährlich einem Prozent ausschließlich auf die nichtnuklearen Programme entfallen soll. Die Mittel für die nukleare Sicherheitsforschung werden auf dem Stand von 2003 eingefroren, während die Kernfusion in den nächsten fünf Jahren insgesamt eine Million Euro weniger bekommt
– bei einem Budget von 125 Millionen Euro (im Jahr 2002) allerdings nur eine minimale Schrumpfung von jährlich 0,16 Prozent. Der gesamte HGF-Forschungsbereich Energie soll 2004 eine Grundfinanzierung von 230 Millionen Euro erhalten, die der Bund zu 90 und die Länder zu zehn Prozent tragen. Die neue programmorientierte Förderung, die auf einer Begutachtung durch internationale Experten aufbaut, löst die bisherige Praxis ab, die Fördermittel direkt an die Forschungszentren zu vergeben.
Johannes
Bernreuter
© PHOTON, 2003
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