
Spectrolab-Solarzelle erreicht Weltrekord im Wirkungsgrad
25.07.2003: Die kalifornische
Boeing-Tochter Spectrolab hat am 25. Juli eine Solarzelle mit 36,9
Prozent Wirkungsgrad vorgestellt – das ist Weltrekord.
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Spectrolab Inc. |
| Den eigenen Rekord gebrochen: Ein Spectrolab-Wissenschaftler bereitet Zellensubstrate für das Beschichten vor. |
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Handelsübliche Solarzellen liegen heute etwa bei 15 bis maximal 20 Prozent. Der Rekordwert wurde unter Bestrahlung mit 300-fach konzentriertem Sonnenlicht
(über ein Linsen- oder Spiegelsystem) erreicht, was eine aufwändige Kühlung erforderlich machte.
Die Spectrolab-Zelle ist aus drei dünnen Schichten zusammengesetzt. Die oberste besteht aus einer Gallium-Indium-Phosphor-Verbindung, in der Mitte kommen Gallium, Indium und Arsen, unten reines Germanium zum Einsatz. Jede dieser Schichten kann einen bestimmten Wellenlängenbereich des Lichts besonders effektiv zur Stromerzeugung nutzen. Eine weitere Besonderheit der Zelle ist die Größe von nur einem Viertel Quadratzentimeter. Nach Firmenangaben ist die Zelle bereits in Kleinmengen kommerziell erhältlich.
Mit dem Spitzenprodukt hat der amerikanische Spezialist für Raumfahrt-Solarzellen den eigenen Weltrekord von bisher 35,2 Prozent Wirkungsgrad (bei 66-fach konzentriertem Sonnenlicht) gebrochen, den er mit einer ähnlichen Vorläuferzelle hielt. Beide sind übrigens Abwandlungen einer Drei-Schicht-Zelle, die schon länger im All eingesetzt wird und für irdische Anwendungen optimiert wurde. Die jüngste Steigerung war nach Firmenangaben durch die hohe Konzentration des Sonnenlichts möglich. Spectrolab ist zuversichtlich, in wenigen Jahren sogar die magische Grenze von 40 Prozent Wirkungsgrad durchbrechen zu können.
Jens
Nickel
© PHOTON, 2003
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Solar Verlags
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