
»Cosolar« brachte
Erkenntnisse bei Dünnschichtsolarzellen
Anfang März
wurden die Ergebnisse eines Forschungsprojektes des Landes
Baden-Württemberg vorgestellt.
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funktioniert: Im Projekt »Cosolar« wurden erstmals
CIS-Solarzellen auf biegsamen Edelstahlträgern
verschaltet. |
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Ein auf drei Jahre
befristetes Forschungsprojekt zu Dünnschichtsolartechnik des Landes
Baden-Württemberg wurde zum 31. Dezember 2000 beendet. Auf einer
Veranstaltung am 8. März haben die sechs beteiligten Institute jetzt
ihre Ergebnisse vorgestellt. Das Projekt mit der Bezeichnung
»Dünnschicht-Technologien für die Photovoltaik (Cosolar)« wurde
vom baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung
und Kunst mit 4,8 Millionen Mark gefördert. Beteiligt waren das
Institut für Physikalische Elektronik (ipe) und das Institut für
Plasmaforschung, beide von der Universität Stuttgart, das Fraunhofer
Institut für Solare Energiesysteme (ISE), das Freiburger
Materialforschungszentrum der Universität, die Fakultät Physik der
Universität Konstanz sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und
Wasserstoff-Forschung (ZSW).
Geforscht wurde an
den beiden Materialien CIS und Silizium. Bei der CIS-Technik ging es
vor allem um die Herstellung flexibler Solarzellen unter Verwendung
von Stahl und Kunststoff als Untergrund für die CIS-Solarzellen. Hier
wurde laut Hansjörg Gabler, Bereichsleiter Photovoltaik am ZSW,
erstmals ein biegsames CIS-Modul auf Edelstahlfolie hergestellt, das
mit 10 mal 10 Zentimetern jedoch kaum größer ist als ein Bierdeckel.
Die beste in diesem Mini-Modul verwendete CIS-Solarzelle hat einen
Wirkungsgrad von 13,8 Prozent, das Gesamtmodul kommt lediglich auf
zwei Prozent. Bei CIS-Modulen auf Kunststoffsubstrat ist man schon
etwas weiter: Das beste Modul auf Kunststoff, ebenfalls mit einer
Größe von 10 mal 10 Zentimetern, kommt auf 4,5 Prozent.
Auch die
Arbeitsgruppen, die sich mit Silizium als Dünnschichtmaterial
beschäftigt haben, konnten interessante Ergebnisse vorweisen. So sei
es gelungen, erklärt Gabler, die Barrierewirkung von
Zwischenschichten bei Siliziumdünnschichtmodulen zu verbessern und
damit zu verhindern, dass Fremdstoffe aus dem Keramikbasismaterial in
die darauf aufgedampfte Siliziumschicht diffundieren. Weiterhin wurden
durch Abtragung dünner Schichten von monokristallinen
Siliziumkristallen Siliziumdünnschichtzellen mit bis zu 14 Prozent
Wirkungsgrad hergestellt. »Das ist Weltspitze«, lobt Gabler die am
ipe hergestellten vier Quadratzentimeter großen
»Silizium-Transfer-Solarzellen«, wie Fachleute diese
Dünnschichtzellen nennen.
Das Fraunhofer
Institut sowie die Universität Konstanz waren erfolgreich bei der
Abscheidung dünner kristalliner Siliziumzellen auf
Zirkonsilikatkeramik durch CVD-Abscheidung von reinem Silizium aus der
Gasphase beziehungsweise metallurgischem Silizium durch epitaktisches
Abscheiden aus einer Metallschmelze.
Alle diese Verfahren
zielen auf eine künftige Verminderung der Herstellungskosten von
Solarzellen.
Anne
Kreutzmann
© PHOTON, 8. März 2001
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