
Die Enkel von James Watt
Die erste
Europäische Photovoltaikkonferenz im 21. Jahrhundert hatte eher den
Charakter eines Forums und war weniger die klassische
Aneinanderreihung von Vorträgen.
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Solar Verlag |
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Hermann
Scheer, Chairman der 16. Europäischen
Photovoltaikkonferenz, ermuntert in seiner Eröffnungsrede
Politiker und die Solarindustrie, das deutsche
Erneuerbare-Energien-Gesetz als positives Beispiel für
die Lobbyarbeit auf nationaler Ebene einzusetzen |
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Die
Erfindung der Dampfmaschine durch den Glasgower James Watt wies den
Weg in das Industriezeitalter. Heute, 200 Jahre später, arbeiten die
großen Kraftwerke – ob fossil oder nuklear – noch immer auf Basis
von Dampf. »Photovoltaik wird die Dampfmaschine der solaren
industriellen Revolution – und diese Konferenz in der Stadt James
Watts ist ein Symbol für den Aufbruch in das Solarzeitalter«,
betonte der SPD-Bundestagsabgeordnete und diesjährige Chairman
Hermann Scheer zur Eröffnung der 16. Europäischen
Photovoltaikkonferenz.
Die
technische Vision für das 21. Jahrhundert skizzierte dann Larry
Kazmerski, Direktor der Photovoltaikabteilung des amerikanischen
Nationalen Laboratoriums für Erneuerbare Energien (NREL). Demnach
werden in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren Solarzellen aus
Silizium weiter den Markt dominieren: Polykristallines Silizium
gewinnt Marktanteile auf Kosten des monokristallinen, und auch
amorphes Silizium soll ein Revival erleben. Der Trend zeige zu
Solarzellen aus Dünnschichtsilizium, meint Kazmerski. Als
Stromlieferant für die Gewinnung des Energieträgers der Zukunft,
Wasserstoff aus Wasser, werde die Photovoltaik eine herausragende
Rolle einnehmen. Schon im Jahr 2010 soll die Produktion mit zehn
Gigawatt pro Jahr ein 50-faches über der heutigen
Weltjahresproduktion an Solarzellen liegen.
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| Eindrücke
von der 16. Photovoltaikonferenz in Glasgow |
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Ob es
nun mikro-mechanische Maschinen oder andere elektronische Geräte
sind: Vieles werde bis 2025 mit integrierten Solarzellen zur
Stromversorgung ausgestattet sein. In der Mitte des nächsten
Jahrhunderts sei Photovoltaik die Energie für einen Großteil der
Bevölkerung. »Und Ende des Jahrhunderts«, schloss Kazmerski seine
Vision, »werden sich unsere Groß-Groß-Groß-Enkel die heutigen
Solarmodule in der Abteilung für antike Technik ihrer holographischen
Cybermuseen vielleicht ähnlich amüsiert anschauen, wie wir das heute
mit den ersten Flugzeuge tun, die um 1902 gebaut worden sind.« Im
darauffolgenden Augenblick ließ er genau diese Vision der schönen
neue Solarwelt – zumindest für die USA – auf dem Boden der
Realität zerplatzen. Er sprach über das amerikanische Forschungs-
und Entwicklungsbudget. Provokativ projizierte er der US-Regierung –
seinem Arbeitgeber –, wie er die finanziellen Anstrengungen der USA
im Vergleich zum weltweit erfolgreichsten Solarstrommarkt in Japan
sieht: Das US-Budget verwandelte sich auf der Leinwand in den kleinen
roten Punkt in der Mitte der japanischen Flagge, während der weiße
Untergrund das japanische darstellte.
Scheer
schlug in die gleiche Kerbe – nur etwas eindringlicher –, als er
der Politikerkaste und der Solarindustrie vorwarf, zuwenig Aktionismus
zu zeigen. »Großartig angekündigte Programme, die nie umgesetzt
werden, wie das 1-Million-Dächer-Programm in den USA oder das
10.000-Dächer-Programm der italienischen Regierung, richten nur
Schaden an.« Er appellierte an die internationale Solarszene, sich
ein Beispiel am erfolgreichen deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz
(EEG) zu nehmen, um »Druck auf die nationalen Regierungen auszuüben,
damit ähnliche Anreize geschaffen werden«.
Mehr
Watt pro Gramm
Die
kurzen Zeiträume von durchschnittlich sechs Monaten zwischen den drei
großen Photovoltaikkonferenzen in Europa, Japan und den USA
erschweren es den Wissenschaftlern, jedesmal ein neues Highlight aus
den Tiefen des Labors zu zaubern. Noch schwerer haben es diejenigen
Forscher, die sich im Bereich der ältesten und Markt dominierenden
Solarzellentechnologie aus kristallinem Silizium tummeln. Nicht einmal
Jianhua Zhao von der australischen Universität New South Wales –
bekannt als Abonnent des Wirkungsgradweltrekordes für monokristalline
Solarzellen – konnte die aktuellen 24,7 Prozent auch nur um ein
Zehntel Prozentpunkt nach oben treiben.
Da der
Preis für das begrenzt zur Verfügung stehende »Abfallsilizium« aus
der Halbleiterindustrie mit wachsender Nachfrage auf dem Solarmarkt
mittelfristig ansteigen wird, arbeiten die Forscher verstärkt an
neuen Techniken zur Herstellung dünner Solarzellen und solchen mit
höheren Wirkungsgraden. Auf dem Weg zur Effizienz zeigt sich ein
Trend zur Vergrößerung der Absorptionsfläche: Dies geschieht, indem
die beiden über die Solarzellenoberfläche laufenden Kontaktfinger,
die den produzierten Strom zur nächsten Zelle im Modul leiten, von
der Vorderseite entfernt werden. Das niederländische
Forschungsinstitut ECN in Petten und das belgische Zentrum für
Mikroelektronik IMEC in Leuven verfolgen zwei verschiedene Techniken:
Bei der Technik namens »Front Metallization Wrap Through« (FMWT)
wird das Kontaktgitter durch kleine Löcher in der Zelle auf die
Rückseite geleitet, wo es dann mit den Kontaktfingern verbunden wird.
Beim »Metallization Wrap Around« (MWA) hingegen werden die
Kontaktfinger an die Seitenkanten der Solarzelle gelegt.
Dünnere
Solarzellen können durch das Sägen dünnerer Siliziumscheiben
hergestellt werden. Aber selbst bei den derzeit dünnsten Solarzellen
von 200 Mikrometer gibt es noch einmal die gleiche Menge an
Materialverlust, verursacht durch den Sägevorgang; zudem ist es kaum
noch möglich, den Kristallziehprozess zu beschleunigen. Um diese
Schritte zu umgehen, wenden sich immer mehr Institute und Firmen der
Erforschung und Entwicklung von Solarzellen aus Dünnschichtsilizium
zu, einer Technologie, bei der das Silizium direkt auf einem Substrat
– meist aus Keramik – kristallisiert wird.
Die
Forschungsgruppe von Ralf Bergmann am Stuttgarter Institut für
Physikalische Elektronik (IPE) veröffentlichte einen eindrucksvollen
Rekord von 14 Prozent für eine zwei mal zwei Zentimeter große
monokristalline Siliziumdünnschichtzelle. Der Clou: Der
Dünnschichtfilm kristallisiert auf einem wiederverwendbaren
Siliziumsubstrat. Als nächstes gilt es nun, größere Zellen mit
ähnlich hohen Wirkungsgraden zu produzieren – und vielleicht
irgendwann zu kommerzialisieren. Diesen Schritt hat weltweit
allerdings erst eine Firma vollbracht: Das amerikanische Unternehmen
AstroPower aus Newark in Delaware. Dort jedoch hütet man sein Wissen
natürlich wie den Heiligen Gral. Und vermeintlich wissenschaftliche
Vorträge des Geschäftsführers Allen Barnett erinnern dann doch eher
an Produktpräsentationen auf der Aktionärshauptversammlung. Auf
diese Weise wurden auch AstroPowers neue Module in Glasgow
vorgestellt, allerdings nicht von Beginn an. Erst am dritten Tage der
Ausstellung wurde das 150-Watt-Modul mit 20 mal 20 Zentimeter großen
Dünnschichtsolarzellen angeliefert.
Die
Forscher im Bereich der Dünnschichtzellen aus Cadmium-Tellurid
(CdTe)
und Kupfer-Indium-Diselenid (CIS) haben im Gegensatz zu ihren Kollegen
aus der Siliziumdünnschicht oftmals schon einen Großteil des
beschwerlichen Weges zum verkäuflichen Produkt zurückgelegt. David
Cunningham vom Weltmarktführer BP Solarex stellte eine
Produktionsserie der CdTe-Modulproduktion aus der Pilotanlage in
Fairfield, Kalifornien, in Größen von 35,6 mal 155 Zentimeter (0,55
m2) und 61 mal 155 Zentimeter (0,94 m2) mit beachtlichen
durchschnittlichen Wirkungsgraden von 9,9 Prozent vor. Zwar verlor
Cunningham in seiner Rede kein einziges Wort über den möglichen
Verkaufsstart der CdTe-Module, die bei BP Solarex auf Grund des
schlechten Öko-Images von Cadmium schlicht »Apollo-Module« heißen.
Doch die großen Fortschritte mündeten Ende Mai sogar in einem
Weltrekord von 10,8 Prozent für das Modul von der Größe eines
halben Quadratmeters, und deuten darauf hin, dass die CdTe-Forscher
von BP Solarex überzeugende Signale an die Konzernspitze senden
wollen, an dieser Technologie festzuhalten: Schließlich hat BP
Solarex seit dem Zusammenschluss von BP Solar und Solarex vor über
einem Jahr offiziell immer noch nicht entschieden, welche der nunmehr
vier konzerneigenen Technologien (monokristallin, polykristallin,
amorph oder CdTe) weiterverfolgt werden soll.
Neuer
CIS-Rekord für Kleinmodule: 16,6 Prozent
Einen
neuen Weltrekord vermeldeten Mitglieder der schwedischen
CIS-Forschergruppe aus dem Angström-Institut in Upsala. Auf ihren
T-Shirts teilten sie den Konferenzteilnehmern mit, dass der neue
Rekord für Kleinmodule nun bei 16,6 Prozent liegt. Innerhalb eines
Jahres erhöhten die Schweden damit ihren eigenen Rekord von 14,7 um
fast zwei Prozentpunkte. Das aus vier Zellen bestehende Rekord-Modul
weist durchaus interessante Unterschiede zu konventionell
hergestellten CIS-Modulen auf. Zusätzlich zur klassischen
Kontaktschicht aus Zinkoxid-Aluminium (ZnO-Al) befinden sich auf der
Solarzellenoberfläche so genannte Kontaktfinger: für
Dünnschichtmodule vollkommen unüblich. Deren Einsatz ermöglicht
unter anderem die Verwendung einer wesentlich dünneren ZnO-Al
Kontaktschicht; die Solarzelle kann mehr Licht absorbieren und somit
mehr Strom produzieren.
Die
gängige Produktion von CIS-Solarzellen erfolgt auf Glassubstraten.
Eine Umstellung auf flexible Substrate aus Kunststoff oder Blech
könnte jedoch neue Anwendungsgebiete zum Beispiel in der
Satellitentechnik eröffnen, wo dünne, leichte Solarzellen zur
Stromproduktion eingesetzt werden. Gleichzeitig könnte man dann die
Massenproduktion im kostengünstigen Roll-to-Roll-Prozess entwickeln,
einem Verfahren, bei dem die Solarzellen auf das Substrat aufgedampft
werden, während es automatisch von einer großen Rolle auf eine
andere Rolle gewickelt wird. Forscher am Stuttgarter Zentrum für
Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) haben die ersten zehn
mal zehn Zentimeter großen CIS-Module auf Eisenblechen hergestellt.
Die Wirkungsgrade für CIS-Module auf Substraten aus Molybdän und
Titan lagen zwischen zehn und elf Prozent.
Dass
CIS-Module auf flexiblen Substraten in Zukunft wirklich eine
Alternative zu den in der Raumfahrt häufig eingesetzten
Gallium-Arsenid-Zellen (GaAs) sind, zeigte eine Gruppe vom IPE. Dort
wurden verschiedene für die Weltraumtechnik hergestellte Solarmodule
und solche aus CIS mit Elektronen beschossen, die der Stärke der
Strahlung im Weltraum entspricht. Ergebnis: Solarmodule mit
CIS-Solarzellen degradierten weitaus weniger als solche mit GaAs oder
Silizium.
Die
Wirkungsgrade der GaAs-Zellen sind allerdings unerreicht. Andreas Bett
vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg
präsentierte eine Tandem-Solarzelle aus
Gallium-Indium-Phosphid/Gallium-Indium-Arsenid (GaInP/GaInAs) mit
einem Wirkungsgrad von ungefähr 30 Prozent unter tausendfacher
Sonnenkonzentration. Ob es aber nun 30,4 oder lediglich 29 Prozent
sind, ist noch unklar. »Die Kalibrierung der Messsysteme bei uns und
bei NREL weichen um vier Prozent voneinander ab. Das ist bei normalen
Zellen nicht so tragisch, aber unter vielfacher Konzentration schon«,
erklärt Bett, aus dessen Arbeitsgruppe eine weitere interessante
Veröffentlichung kam. Bei herkömmlichen GaInP/GaInAs-Tandemzellen
kann der untere Teil der Solarzelle die Stromproduktion begrenzen.
Eine Substitution der GaAs-Schicht durch eine aus GaInAs würde
hingegen die Empfindlichkeit gegenüber dem Infrarotspektrum des
Lichtes erhöhen, und somit auch einen theoretischen höheren
Wirkungsgrad ermöglichen.
Bayer
liefert kein solares Silizium vor 2004
Die
starke Nachfrage für Solarmodule in Japan und Deutschland hat die
Angst vor einer erneuten Siliziumknappheit geweckt. Der Ruf nach einer
von der Halbleiterindustrie unabhängigen Solarsiliziumproduktion
wurde daher in Glasgow wieder lauter. Hans-Dieter Block, leitender
Chemiker im Solarsilizium-Projekt der Bayer AG, erklärte in seinem
Vortrag zwar, dass mit dem Bayer-Prozess bei einer Produktion von
5.000 Tonnen pro Jahr ein Kilogramm Silizium für weniger als zehn
Euro hergestellt werden könnte, und somit auf einem Niveau liege,
dass die japanische Firma Kawasaki-Steel mit ihrem derzeitigen
Pilotprojekt nicht erreiche. Aber auf die Frage, wann diese Fabrik
wohl gebaut werde, wandte Block sich Hilfe suchend an den im
Auditorium sitzenden Peter Woditsch, Geschäftsführer der Bayer AG
Tochter Bayer Solar GmbH: »Es ist einfach, nach einem neuen Prozess
zu schreien. Wir brauchen mehr Risikokapital. Ich könnte mir
vorstellen, dass wir dann 2004 mit einer Kapazität von 2.500 Tonnen
pro Jahr beginnen.« Einigen der Teilnehmer, darunter auch der neue
Generalsekretär der Vereinigung der europäischen
Photovoltaikindustrie EPIA, Murray Cameron, schien das zu spät:
Bereits auf der Konferenz traf man sich zu einem Workshop. Ein
»Runder Tisch« mit hochrangigen Vertretern will nun erörtern, wie
eine gemeinsame europäische Sicherung des Rohstoffes Silizium
gewährleistet werden kann. Nachdem in Glasgow durchsickerte, dass
Bayer Solar schon bald aus dem Bayer-Konzern ausgegliedert werde,
bekommt die ganze Sache allerdings neue Brisanz.
Dass
Recycling von kristallinen Solarmodulen einen baldigen Engpass bei der
Solarsiliziumversorgung lösen könnte, dürfte bei den zurzeit
vergleichsweise geringen Umsätzen und einer Lebenserwartung von weit
über 20 Jahre pro Modul einsichtig erscheinen. Der kostengünstigste
und technisch beste industrielle Recyclingprozess wäre nach
Untersuchungen einer Forschergruppe unter der Leitung von BP Solarex
eine thermische Lösung in einem Flussbettreaktor. Dabei werden die
Siliziummodule für 45 Minuten in ein 450 Grad Celsius heißes Sandbad
gelegt. Während die Kunststoffanteile verbrennen, muss man die
Siliziumscheiben chemisch reinigen, bevor sie wieder zu Solarzellen
verarbeitet werden. Erste Versuche haben Wirkungsgrade im Bereich
derer von neuen Solarzellen ergeben. »Der Europäischen Kommission
reichten unsere Ergebnisse aber nicht aus.
Die werfen uns vor, dass wir nicht ordentlich gearbeitet hätten und
haben uns die Fördergelder gestrichen«, beklagt sich Tim Bruton, der
zuständige Projektleiter bei BP Solarex.
Im
Allgemeinen will die Europäische Kommission in Zukunft weniger, aber
dafür größere Projekte im Bereich erneuerbare Energien fördern.
Ziel sei es, einen deutlichen Beitrag zur Erhöhung des Anteils
erneuerbarer Energien in der Europäischen Union zu leisten. »Kleine
und mittlere Unternehmen müssen jetzt keine Angst haben, aus der
Förderung rauszufallen. In größeren Konsortien ist auch für solche
Betriebe Platz,« versicherte allerdings der zuständige
Kommissionsbeamte Bill Gillett.
Von
der Konferenz zum Forum
»Die
Ausstellung, die Konferenz und die Workshops bieten viele
Gelegenheiten für spontane Veranstaltungen, weil eben jeder hier
ist«, sagte der wissenschaftliche Leiter der Konferenz, Heinz
Ossenbrink. Aus diesem Grund solle das Konzept einer kombinierten
Konferenz und Ausstellung beibehalten werden, auch wenn die Teilnehmer
der beiden Schnittmengen sich nicht mehr vollständig mischen. So
widmeten sich die 1.297 Konferenzbesucher vornehmlich der kaum mehr zu
bewältigenden
Anzahl von Vorträgen und Postervorstellungen. Und die 103 Stände
zählende Ausstellung, die mittlerweile eher den Charakter einer
selbstständigen Industriemesse hat, wurde teilweise von Leuten
besucht, die nur eingeflogen waren, um neue Geschäftsgespräche zu
führen oder neues Produktionsequipment zu ordern.
Nächster
Konferenzort ist München
Laut
Ossenbrink ist mit der Zahl von 185 Vorträgen und 749
Posteraustellungen die Grenze erreicht. Sollten noch mehr
wissenschaftliche Beiträge eingereicht werden, müsse man strikter
auswählen. »Bei dieser Konferenz sind wir dem Wunsch gefolgt, dass
mehr junge Wissenschaftler ihre Arbeiten auf dem Podium vorstellen«,
erklärt Ossenbrink. Die fünftägige Konferenz wurde nachmittags
jeweils in drei parallel laufende Veranstaltungen aufgeteilt. Dass es
infolge nachlässiger Podiumsleiter zu zeitlichen Verzögerungen kam,
und Teilnehmer, die von einer Session zur anderen wechseln wollten,
die Vortragsanfänge verpassten, betrachtet er als Kinderkrankheit.
Alles in allem sei die Konferenz trotz Glasgows Randlage in Europa ein
voller Erfolg gewesen, urteilt Ossenbrink – und nebenbei hat sie
mehr Sonne auf die Stadt von James Watt scheinen lassen, als es in
einem Monat Mai der letzen 40 Jahren der Fall gewesen ist.
Die
nächste Konferenz findet in München vom 29. Oktober bis zum 2.
November 2001 statt. Dort – unter dem Dach mit der weltgrößten
aufgeständerten Solarstromanlage der Messe München-Riem und im Land
mit dem derzeit größten Solarmarkt Europas – werden noch
wesentlich mehr Besucher und Aussteller erwartet. Und vielleicht
spielt die Sonne auch hier mit, und beschert den Besuchern einige
schöne Tage im Spätherbst.
Michael
Schmela
© PHOTON, Juli 2000
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Solar Verlags
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