KfW vergibt Solarkredit für 3,95 Prozent

Wirtschaftsministerium gibt grünes Licht: Antragsstau kann durch alternatives Darlehen aufgelöst werden. 

Wer nicht länger auf einen Kredit aus dem 100.000-Dächer-Programm warten möchte, hat jetzt eine Alternative zur Finanzierung seiner Solarstromanlage: Mit Schreiben vom 18. Oktober erhielt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vom Wirtschaftsministerium die Genehmigung, aus Eigenmitteln einen Kredit für Solarstromanlagen anzubieten. Die Staatsbank ist mit der Durchführung des 100.000-Dächer-Programms betraut. Allerdings gingen in diesem Jahr weit mehr Anträge ein als durch Finanz- und Wirtschaftsministerium zur Bewilligung freigegeben sind. 

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Um den übrigen Antragstellern eine Alternative zu bieten, wurde bereits im August ein Konzept erarbeitet, das ohne zusätzliche Finanzspritze aus dem Bundeshaushalt auskommt. Das Ergebnis: ein Solarkredit über zehn Jahre bei zwei tilgungsfreien Jahren und einem Zinssatz von 3,95 Prozent. Mit der Annahme von Anträgen will die KfW in den nächsten Tagen beginnen. Außerdem werden alle Antragsteller aus dem 100.000-Dächer-Programm, die bisher noch keine Bewilligung erhalten haben, in den nächsten Tagen über die neue Möglichkeit informiert.

Wer seinen Antrag jedoch schon im März gestellt hatte, sollte lieber noch einige Tage warten. Denn wer sich jetzt für den neuen Kredit entscheidet, kann nicht mehr auf den mit 1,9 Prozent deutlich günstigeren 100.000-Dächer-Kredit zugreifen. Da das Wirtschaftsministerium mit gleichem Schreiben die für dieses Jahr noch ausstehenden 16 Megawatt zur sofortigen Bewilligung freigegeben hat, dürften in den nächsten zwei Wochen rund 3.000 Antragsteller den lange erwarteten Bewilligungsbescheid im Briefkasten finden. 

 

Anne Kreutzmann
© PHOTON, 18. Oktober 2000
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