Solarbrücke Obrigheim-Biblis gestartet

03.04.2004: Obrigheim – Biblis, zwei Atomkraftwerksstandorte, verbunden durch eine Brücke aus Solarmodulen. Mit dieser Vision haben Ende März der Verein Solarenergie und umweltfreundliche Energienutzung Neckar-Odenwald (S.U.N.) und der Solarverein Bensheim das Projekt »Solarbrücke Obrigheim-Biblis« gestartet.  

 

© SolarArt

Die Brückenbauer: Erhard Renz vom Solaranlagenverein Bensheim (links), Christine Denz von S.U.N. und Armin Hambrecht von Solarart (rechts) zusammen mit Fernsehmoderator Franz Alt.

 

In einem zehn Kilometer breiten Korridor zwischen den beiden Standorten sollen möglichst viele Solarstromanlagen entstehen. Aber auch andere Projekte zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz sind willkommen. 2005, wenn das Atomkraftwerk Obrigheim abgeschaltet wird, soll die Solarbrücke fertig sein. 

Das Solarbrücken-Team der Vereine hat hierfür Plakate, Flyer, einen Internet-Auftritt und eine Kampagnenmappe vorbereitet. Nach dem Schneeballprinzip sollen damit vor allem Umweltverbände, Kirchengemeinden, Parteien, Verwaltungen und auch Einzelpersonen vor Ort unterstützt werden, geeignete Dächer zu suchen und Solarstromgemeinschaftsanlagen zu bauen. Fachlich und finanziell wird das Team durch die Firma Solarart aus Lauda-Königshofen verstärkt. 

Der Verein S.U.N. fördert seit 1997 den Bau von Solarstromanlagen. Alle zwei Jahre veranstaltet er eine »Klimamesse« mit regionalen Handwerkern und Betrieben. Der Solarverein Bensheim entstand im Jahr 2000 und unterstützt den Bau von Solarstromgemeinschaftsanlagen. Auch das 5-Megawatt-Kraftwerk in Bürstadt wurde vom Solarverein mit initiiert. 

www.solarbruecke.de


Harald Schäffler
© PHOTON, 2004
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Solar Verlags

zurück