
Shell Solar und Geosol bauen 5-MW-Solarpark
01.02.2004: Der Berliner Projektierer Geosol Gesellschaft für Solarenergie mbH und die Münchener Shell Solar GmbH bauen ein Solarstromkraftwerk bei Espenhain, 30 Kilometer südlich von Leipzig.
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Lausitzer und Mitteldeutsche Berbau-
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Moderne Nutzung alter Flächen: Bis 2006 sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein; hinten links im Bild das Gelände des Asche-Auflandebeckens, dem Standort des neuen Solarkraftwerks. |
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Wie die Unternehmen mitteilten, soll Shell Solar als Generalunternehmer rund 33.500 Module der Serie SQ 150-LC liefern, ein rahmenloses Laminat, das speziell für dieses Projekt entwickelt wurde. Die Wechselrichter vom Typ Sinvert 400 kVA kommen von Siemens. Gero Hollmann, Geschäftsführer von Geosol, erwartet von dem 22 Millionen Euro teuren Projekt einen Jahresertrag von 950 Kilowattstunden pro Kilowatt Leistung.
Der »Solarpark Leipziger Land« entsteht auf dem Areal des ehemaligen Braunkohle-Veredelungswerks Espenhain. Der Industriekomplex wurde Ende der 30er Jahre errichtet und produzierte vor allem Briketts, Koks und Teer. Zwei Braunkohlekraftwerke stellten Strom und Wärme für die Brikettfabriken, Schwelereien und für den angrenzenden Braunkohletagebau bereit. Auf der ehemaligen Aschedeponie soll nun das Solarkraftwerk entstehen. Geosol hat die Sonderfläche von der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH gekauft, die das gesamte Areal seit 1991 saniert. Die Sonderfläche ist eine bauliche Anlage, deshalb war Geosol bei seiner Planung nicht durch die 100-Kilowatt-Grenze eingeschränkt, die nach dem alten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für Freiflächenanlagen galt. Sie konnten das Volumen für bauliche und Dachanlagen in Höhe von fünf Megawatt voll ausschöpfen. Mit der Verabschiedung des EEG-Vorschaltgesetzes sind diese Grenzwerte entfallen.
Ende 2003 wurde die Fläche eingeebnet und man legte Zugangswege an. Der Montagebeginn ist für Ende März geplant. Der erste Strom soll dann im Juli direkt ins Netz der Envia Mitteldeutsche Energie AG fließen. Wie Edwin Cunow von Shell Solar Ende Januar auf der asiatischen Photovoltaikkonferenz in Bangkok mitteilte, will Shell für die Aufständerung erstmals Gestelle aus Robinienholz verwenden. Die relativ dünnen Stäbe aus dem besonders witterungsbeständigen Material werden zu einem Raumfachwerk zusammengesetzt; eine Technik, die der Schweizer Architekt David Muspach unter dem Markennamen
»Spacehouse« entwickelt hat. Da zurzeit aber noch patentrechtliche Verfahren laufen, wollte Shell Solar vorerst keine näheren Angaben machen.
»Über die Finanzierungsform haben wir noch nicht endgültig
entschieden«, erklärt Gero Hollmann. Ob das Projekt im Bestand des Unternehmens bleibt oder ein Beteiligungsfonds auf den Markt gebracht wird, will er im März bekannt geben. Hollmann hat Geosol im Jahr 2001 zusammen mit Dirk Staph gegründet und beschäftigt drei Mitarbeiter. Vor Geosol waren sie in der Finanzwirtschaft beziehungsweise als Projektentwickler aktiv
– Erfahrungen, die sie nun nutzen wollen, um Solarstromkraftwerke als rentable Kapitalanlagemöglichkeiten zu planen.
Der Solarpark Leipziger Land ist ihr erstes Projekt. Ein weiteres Solarkraftwerk ist auf den Flächen des früheren Uran-Tagebaus Wismut in Ronneburg geplant. Die erforderlichen Genehmigungsverfahren sind hier allerdings noch nicht abgeschlossen.
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