BP Solar plant 6-MW-Solarkraftwerk 

30.01.2004: Auf dem Gelände der ehemaligen Erdölraffinerie Addinol in Krumpa, Kreis Merseburg-Querfurt, will BP Solar, ein Geschäftsbereich der Deutschen BP AG in Hamburg, ein Solarkraftwerk mit einer Leistung von sechs Megawatt bauen.  

 

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Verwaltungs-
gesellschaft mbH

Auf dem Addinol-Gelände – hier im Vordergrund – will BP Solar ein neues Megawatt-Solarkraftwerk errichten. Im Hintergrund: die Gruben des Braunkohletagebaus Mücheln, die seit 2003 geflutet werden. 

 

Wie Barbara Rudek, Pressesprecherin von BP Solar mitteilte, will das Unternehmen die Details zu Technik, Kosten und Finanzierung Ende Februar bekannt geben. Steffen Eichner, stellvertretender Landrat des Landkreises, freut sich schon über die Pläne: »Nach 300 Jahren Braunkohleabbau kommt nun umweltfreundliche Energie aus der Region.« Die Genehmigung für eine 4-Megawatt-Anlage hatte sein Amt bereits Ende November erteilt. Anfang Januar beantragte BP Solar dann die Erweiterung auf sechs Megawatt. »Unserer Einschätzung nach steht dem nichts entgegen«, betont Eichner. Der erzeugte Strom soll ab Juli in das Netz der Envia Mitteldeutsche Energie AG eingespeist werden, so die Pläne. 

Das Gelände des künftigen Solarkraftwerks liegt am Südrand des Geiseltals, wo aus der Kraterlandschaft des Braunkohlebergbaus in den kommenden Jahren eine 19 Quadratkilometer große Seenplatte entstehen soll. »Die Idee für ein Solarkraftwerk auf dem Addinol-Gelände vertreten wir schon seit Mitte der 90er Jahre«, berichtet Jürgen Umlauf, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen-Anhalt der Deutschen Gesellschaft für Sonnenergie (DGS). Er stellte den Standort bereits auf vielen Tagungen und Messen vor. Jetzt hat BP die Idee aufgegriffen und er hofft, dass die DGS nach der Fertigstellung die Anlage für Besuchs- und Demonstrationszwecke nutzen kann. 

 

Harald Schäffler
© PHOTON, 2004
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