3D Solarwelt: Virtuelle Solaranlage für Privatanwender und Profis

30.01.2004: Die Fachhochschule München hat eine Software entwickelt, mit dem sich Photovoltaikanlagen planen, dreidimensional darstellen und hinsichtlich ihres Ertrages berechnen lassen. 

© Fachhochschule München

Die Visualisierung der eigenen Solaranlage hilft nicht nur, Verschattungsverluste abzuschätzen. Auch der Spaßfaktor kommt nicht kurz.

Das einfach zu bedienende Programm namens »3D Solarwelt« richtet sich an Privatanwender, Solarinstallateure und Architekten. Damit können beliebig komplexe Grundrisse von Gebäuden eingegeben werden, auch Türen, Fenster und das Dach sind schnell platziert. Auf Knopfdruck kann man sich das Gebäude dreidimensional darstellen lassen. Es folgt die virtuelle Installation der Solarmodule. Die Generatorgröße wird nach Kriterien wie Leistung, Ertrag, Fläche oder Investitionskosten festgelegt. Zur Auswahl stehen allerdings nur zehn Modultypen. Ein Assistent hilft, die Module am Monitor optimal zu verschalten.

Eines der mächtigsten Werkzeuge ist die Verschattungsanalyse und die Ertragsberechnung. Verschattende Objekte wie Bäume oder andere Häuser können frei in der virtuellen Welt angeordnet werden, sogar die Berücksichtigung von Gebirgszügen ist möglich. Die Schatten kann die Software für jede Uhrzeit eines bestimmten Tages berechnen. Auf Knopfdruck läuft eine Simulation ab, welche die Schatten im Tagesverlauf darstellt, was auch in die Ertragsberechnung einfließt. So kann schon lange vor der Installation der Photovoltaikanlage abgeschätzt werden, welche Verluste zu erwarten sind. Für die Kalkulation von Monats- und Jahreserträgen stehen für 150 Standorte in Deutschland und den Nachbarländern Stundenwerte für Einstrahlung und Temperatur zur Verfügung.

Das Programm wird im Paket mit der Software Baudesigner für 30 Euro angeboten. Im Herbst soll eine Professional-Version auf den Markt kommen. Damit können mehrere Systeme parallel berechnet werden. Module und Wechselrichter soll man aus den dann integrierten PHOTON-Datenbanken auswählen können. Sogar die Verschattung einzelner Solarzellen wird sich simulieren lassen. 

Systemvoraussetzungen
Pentium Prozessor ab 200 MHz, 32 MB RAM, CD-ROM-Laufwerk, Grafikkarte mit mindestens 4 MB RAM, Windows 9x/ME/XP oder Windows NT 4.0 / 2000

www.solarschmiede.de

 

Jens Nickel
© PHOTON, 2004
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des Solar Verlags

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